22:15 15 November 2018
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    Georgien wirft Russland militärische Unterstützung für Separatisten vor

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    TIFLIS, 05. August (RIA Novosti). Das georgische Verteidigungsministerium hat Russland vorgeworfen, Armeetruppen in die Konfliktgebiete Südossetien und Abchasien eingeführt und Anschläge gegen Georgier angestiftet zu haben.

    „Russland versorgt die separatistischen Regimes weiter mit Kampfstoffen und Waffen. Russische Offiziere leiten Militärübungen der separatistischen Regimes. Russland stiftet die Planung von Terroranschlägen gegen die Zivilbevölkerung der Konfliktgebiete an“, hieß es in einer Mitteilung des georgischen Ministeriums vom Dienstag.

    „Verschiedene russische Armeetruppen wie Eisenbahn- und Luftlande-Einheiten sowie schwere Artillerie wurden ohne rechtliche Begründung in die Konfliktgebiete eingeführt. Russische Flugzeuge sind mehrmals in den georgischen Luftraum eingedrungen“, hieß es weiter.

    Das georgische Innenministerium hat unterdessen Südossetien vorgeworfen, das Polizeirevier im georgischen Dorf Nuli in der Nacht zum Dienstag aus Granatwerfern beschossen zu haben. Die abtrünnige Republik behauptet dagegen, aus diesem Dorf sei ein südossetischer Polizeiposten beschossen worden.

    Der südossetische Präsident Eduard Kokoity hatte am Montag gegenüber RIA Novosti gesagt: „Nach unseren Angaben hat in Georgien eine Mobilmachung begonnen. Sie wurde zwar offiziell nicht verkündet und vom Parlament nicht gebilligt, aber es werden Kräfte mobilisiert und Reservisten einberufen. Georgien beruft zusätzlich bis zu 5000 Menschen ein“.

    Die Lage im Konfliktraum war Ende der vergangenen Woche eskaliert. Die südossetische Hauptstadt Zchinwali wurde in der Nacht zum Samstag von der georgischen Seite beschossen. Sechs Menschen starben, 15 weitere erlitten Verletzungen. Auch neun Georgier wurden bei dem Schusswechsel verletzt.

    Aus Zchinwali wurden bereits Hunderte Kinder und Frauen in die russische Teilrepublik Nordossetien evakuiert.

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