22:16 15 November 2018
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    Südossetien-Krieg: Priester und Gläubige in Kirchen getötet

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    ZCHINWALI, 13. August (RIA Novosti). Viele Priester suchten bei dem Beschuss der südossetischen Hauptstadt Zchinwali Schutz in Kirchen und wurden dort zusammen mit ihrer Gemeinde umgebracht.

    Das sagte Bischof Georgi, Vorsteher der Kirche Mariä Geburt, RIA Novosti.

    Die Kirche Mariä Geburt ist dabei eines der wenigen Gotteshäuser, die bei den Angriffen nicht zerstört wurden.

    Laut dem Bischof gehen zurzeit weniger Menschen in die Kirche, da sie mit wichtigeren Dingen beschäftigt sind, zum Beispiel damit, ihre getöteten Angehörigen schnell zu beerdigen.

    "Das wichtigste ist jetzt, alle Toten zu beerdigen und jene Menschen zu unterstützen, die ihre Angehörigen und Nahestehenden verloren haben", betonte er.

    Ihm zufolge dürfen die Verstorbenen, die während der Kampfhandlungen direkt auf den Grundstücken von Wohnanlagen begraben werden mussten, laut dem Religionsgesetz frühestens nach 40 Tage nach ihrem Tod umgebettet werden.

    Am heutigen Mittwoch wurde in Südossetien und Russland die Staatstrauer ausgerufen.

    Bischof Georgi leitet eine Diözese, die den nicht anerkannten kanonischen orthodoxen Kirchen, einer Abspaltung der Griechisch-Orthodoxen Kirche, angehört.

    Die Russisch-Orthodoxe Kirche erkennt Südossetien als kanonisches Territorium der Georgisch-Orthodoxen Kirche an. Der Klerus der Georgischen Kirche ist jedoch bereits seit vielen Jahren nicht mehr in Südossetien präsent. Es gibt dort auch keine ossetischen Geistlichen im Bestand der Georgischen Kirche.

    In der Nacht zum 8. August waren georgische Truppen in die nicht anerkannte Republik Südossetien einmarschiert und nahmen Zchinwali unter schweren Beschuss. Bei dem bewaffneten Konflikt kamen laut den Angaben des russischen Außenamtes rund 1600 Menschen ums Leben. Rund 34 000 Flüchtlinge sollen die Region verlassen haben.

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