07:22 15 Dezember 2017
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    US-Senatoren kritisieren McCain für militante Rhetorik gegen Russland

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    Zwei US-Senatoren haben die "militante Rhetorik" des US-Präsidentschaftskandidaten McCain kritisiert, die er gegen Russland angesichts der Eskalation in Georgien gerichtet hatte.

    WASHINGTON, 18. August (RIA Novosti). Zwei US-Senatoren haben die "militante Rhetorik" des US-Präsidentschaftskandidaten McCain kritisiert, die er gegen Russland angesichts der Eskalation in Georgien gerichtet hatte.

    Wie die Senatorin Claire McCaskill von der Demokratischen Partei betonte, "untergraben" McCains Erklärungen die Bemühungen von US-Präsident George W. Bush um die Regelung des Konflikts in Georgien.

    "Präsident Bush braucht die Unterstützung der beiden Präsidentschaftskandidaten in dem komplizierten Spiel, das Russland und dessen Nachbarn anbelangt, die Demokratien herstellen wollen", betonte die Senatorin am Sonntag in einem Interview für den Fernsehsender Fox.

    Nach ihrer Ansicht will McCain die Situation in Georgien für seinen Wahlkampf ausnutzen.

    "Die Veröffentlichung von Presseerklärungen und die geplante Entsendung seiner politischen Verbündeten nach Georgien erinnert an eine politische Kampagne, die eine prinzipienfeste und entschlossene Diplomatie ersetzen soll", betonte sie.

    Zuvor hatte McCain seine Absicht bekundet, die Senatoren Joe Lieberman und Lindsay Graham nach Georgien zu schicken.

    Nach Ansicht von Senator Evan Bayh, Mitglied des Aufklärungsausschusses, machen die schroffen Erklärungen McCains die Frage aktuell, ob die Amerikaner einen solchen Präsidenten haben wollen. "John ist zwar ein guter Mensch, manchmal tendiert er aber zu einer militanten Rhetorik, die eher geeignet ist, Konflikte zu entfachen und nicht zu löschen", sagte Bayh am Sonntag in einem CBS-Interview.

    Er teilte nicht die Äußerung McCains, der in einem Telefongespräch mit Georgiens Präsident Michail Saakaschwili sagte, die Amerikaner seien im jetzigen Konflikt "alle Georgier". "Wir sind heute nicht ‚alle Georgier", so Bayh. "Wenn die Russen in unser Land eingedrungen wären und unsere Menschen getötet hätten, so wären wir in einem Kriegszustand gewesen, was wir selbstverständlich gar nicht wollen", sagte er.

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