15:53 16 Dezember 2017
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    Nach Südossetien-Krieg: Estnische Minister spenden für georgische Flüchtlinge

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    TALLINN, 18. August (RIA Novosti). Der estnische Ministerpräsident Andrus Ansip hat den Opfern des Konfliktes in Georgien 5000 Kronen (rund 500 US-Dollar) gespendet. Auch andere Minister dieses Landes haben Hilfsgelder für die georgischen Flüchtlinge gespendet.

    Das teilte der Pressedienst der estnischen Regierung am Montag mit.

    Wie es heißt, hat das Rote Kreuz Estlands für die Einwohner Georgiens insgesamt rund zwei Millionen Kronen (200 000 US-Dollar) gesammelt.

    Der estnische Außenminister Urmas Paet hatte zuvor verkündet, sein Land sei bereit, Georgien im Rahmen verschiedener humanitärer Aktionen mit einer Gesamtsumme von zehn Millionen Kronen (etwa eine Million US-Dollar) zu unterstützen.

    Der estnische Staat erweist nur der georgischen Seite Hilfe, weshalb eine Reihe von gesellschaftlichen Organisationen dieses Landes eine Initiativgruppe für die Sammlung von Hilfsgeldern für die durch den bewaffneten Konflikt um Südossetien in Mitleidenschaft gezogenen Zivilisten unabhängig von deren Nationalität gegründet hat.

    Die Initiativgruppe steht in Kontakt mit der russischen Botschaft in Estland.

    In der Nacht zum 8. August waren georgische Truppen in die nicht anerkannte Republik Südossetien einmarschiert und nahmen deren Hauptstadt Zchinwali unter schweren Beschuss. Bei dem bewaffneten Konflikt kamen laut den Angaben des russischen Außenamtes rund 1600 Menschen ums Leben.

    Eine Änderung der Situation erfolgte erst nach der Aufstockung des russischen Friedenskontingents um rund 10 000 Soldaten, wonach die georgischen Einheiten Südossetien verließen.

    Am 12. August verlautbarte der russische Präsident Dmitri Medwedew die Beendigung der russischen Gegenoffensive in der Konfliktzone.

    Sowohl Ossetier als auch Georgier waren gezwungen, ihre Häuser zu verlassen.

    Laut den Angaben des Büros des UN-Flüchtlingskommissars handelt es sich dabei um mehr als 118 000 Menschen. Rund 34 000 südossetische Flüchtlinge befinden sich in Russland. Rund 15 000 Menschen flüchteten aus Südossetien nach Georgien. Außerdem seien etwa 73 000 Menschen nach Georgien gebracht worden, darunter der Großteil der Einwohner der georgischen Stadt Gori.

    Laut den Angaben der georgischen Seite haben sich in Tiflis 28 000 Flüchtlinge registriert.

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