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    EU gehört führende Rolle in Konfliktzone Südossetien - Estlands Außenamt

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    Die EU muss die führende Rolle in der Zone des georgisch-ossetischen Konflikts bewahren. Das sagte der estnische Außenminister Urmas Paet, der am gestrigen Sonntag von einem Besuch in Georgien zurückkehrte.

    TALLINN, 18. August (RIA Novosti). Die EU muss die führende Rolle in der Zone des georgisch-ossetischen Konflikts bewahren. Das sagte der estnische Außenminister Urmas Paet, der am gestrigen Sonntag von einem Besuch in Georgien zurückkehrte.

    "Es wäre wünschenswert, dass die EU in der Lage ist, die führende Rolle in der Region beizubehalten. Leider ist klar, dass die EU zum Beginn des Konfliktes nicht sehr aktiv gehandelt hat, um die Situation in Georgien zu verbessern und ihre Positionen zu stärken", äußerte Paet in einem Interview für den Estnischen Hörfunk am Montag.

    Laut dem Minister kann der Friede in der Konfliktzone nur bewahrt werden, wenn beide Seiten die Positionen beziehen, die sie vor dem Beginn des Konfliktes hatten.

    Er äußerte die Hoffnung, dass "der russische Präsident Dmitri Medwedew sein Wort hält und der Truppenabzug beginnt".

    Er betonte, dass sich die "russischen bewaffneten Einheiten nur 45 Kilometer von Tiflis entfernt befinden".

    Ein Korrespondent von RIA Novosti teilte am Montag mit, die russischen Truppen hätten ihren Abzug aus der südossetischen Hauptstadt Zchinwali in Richtung Wladikawkas begonnen.

    Bislang handele es sich dabei um kleine Gruppen bestehend aus fünf bis sechs Militärfahrzeugen. Dies zeuge jedoch davon, dass die russischen Streitkräfte mit der Erfüllung der Entscheidungen des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew bezüglich des Rückzugs der 58. Armeeeinheiten aus Südossetien auf die Stellungen begonnen hätten, auf denen sie sich vor dem Beginn der militärischen Operation für den Schutz der Zivilisten in Südossetien vor der georgischen Aggression befunden hatten.

    Paet zufolge wird die Ankunft internationaler Beobachter eine wichtige Rolle in der Konfliktzone spielen.

    "Das kann zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen und es ist wichtig, dass im Laufe dieser Zeit keine neuen Provokationen stattfinden", sagte er.

    In der Nacht zum 8. August waren georgische Truppen in die nicht anerkannte Republik Südossetien einmarschiert und nahmen deren Hauptstadt Zchinwali unter schweren Beschuss. Bei dem bewaffneten Konflikt kamen laut den Angaben des russischen Außenamtes rund 1600 Menschen ums Leben.

    Eine Änderung der Situation erfolgte erst nach der Aufstockung des russischen Friedenskontingents um rund 10 000 Soldaten, wonach die georgischen Einheiten Südossetien verließen.

    Am 12. August verlautbarte Medwedew die Beendigung der russischen Gegenoffensive in der Konfliktzone.

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