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    Belgischer Außenminister rückt EU-Beitritte der Ukraine und Georgiens in weite Ferne

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    Die Frage des Beitritts der Ukraine und Georgiens zur Europäischen Union bleibt für den belgischen Außenminister Karel De Gucht offen.

    BRÜSSEL, 13. September (RIA Novosti). Die Frage des Beitritts der Ukraine und Georgiens zur Europäischen Union bleibt für den belgischen Außenminister Karel De Gucht offen.

    "Gegenwärtig steht diese Frage nicht auf der Tagesordnung - ausgehend von inneren und geostrategischen Gründen", äußerte De Gucht in einem Interview mit der belgischen Zeitung "La Libre Belgique" am Samstag.

    "Ich stelle recht unvoraussagbare Schritte Georgiens fest. Geostrategische Probleme entstehen auch in Bezug auf die Krim in der Ukraine", fügte er an.

    Ihm zufolge "ist es unmöglich, eine politische Antwort der Ukraine und Georgien zu geben, solange keine endgültige Antwort an die Türkei über deren EU-Beitritt gegeben worden ist".

    De Gucht verwies auf die Notwendigkeit, die mögliche Reaktion Russlands auf einen EU-Beitritt der Ukraine und Georgiens berücksichtigen zu müssen.

    Zur Aufnahme Georgiens in den Aktionsplan für Nato-Mitgliedschaft sagte der Diplomat: "Was heute in Georgien geschieht, ist absolut unannehmbar, das muss jedoch unseren Zeitplan, der in Bukarest angenommen worden ist, nicht verändern."

    Die Staatschefs von 26 Nato-Staaten hatten im April in Bukarest die Entscheidung über den Anschluss Georgiens und der Ukraine an den Aktionsplan auf Dezember verschoben.

    Die Verhandlungen über den EU-Beitritt der Türkei waren im Oktober 2005 eingeleitet worden und können laut Experten zehn bis 15 Jahre dauern.

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