18:41 16 Dezember 2018
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    Rice wirft Russland Rückfall in Verhaltensmuster des Zarenreichs vor

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    Nach Ansicht der US-amerikanischen Außenministerin Condoleezza Rice ist in Russlands jetzigen Schritten "ein paranoider aggressiver Impuls" wie im russischen Zarenreich zu erkennen.

    WASHINGTON, 18. September (RIA Novosti). Nach Ansicht der US-amerikanischen Außenministerin Condoleezza Rice ist in Russlands jetzigen Schritten "ein paranoider aggressiver Impuls" wie im russischen Zarenreich zu erkennen.

    Das sagte Rice bei ihrer Rede im German Marshall Fund (GMF) in Washington, deren Auszüge am Donnerstag von der "New York Times" veröffentlicht wurden.

    "Der Wiederaufbau Russlands hat eine düstere Wendung gemacht, die von einem Abbau der persönlichen Freiheiten, einer willkürlichen Anwendung des Gesetzes, einer auf verschiedenen Ebenen der russischen Gesellschaft blühenden Korruption und einem paranoiden aggressiven Impuls begleitet wird, der sich früher im russischen Zarenreich gezeigt hatte", heißt es.

    In dem Georgien-Konflikt gewidmeten Teil der Rede spricht Rice von einer "sich verschlechternden Verhaltensweise", die Russland "immer autoritärer im Inland und aggressiv gegenüber dem Ausland gemacht habe".

    Russlands Vorgehen in Südossetien beschreibt die US-Außenamtschefin als eine "im Voraus vorbereitete Invasion in das Territorium eines unabhängigen Nachbarn".

    Außerdem verweist Rice darauf, dass Russlands Beschluss, die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens anzuerkennen, von der Welt nicht unterstützt wurde. "Das Schulterklopfen von Daniel Ortega oder von der Hamas kann kaum als ein diplomatischer Triumph gelten", so Rice.

    Russland habe sein Vorgehen bereits mit dem zurückgezogenen russisch-amerikanischen Abkommen über die Zusammenarbeit in der Atomenergiewirtschaft sowie mit der geringer werdenden Aussicht auf ein WTO- und OECD-Mitgliedschaft bezahlen müssen. Nach Ansicht von Rice steht Russland nun vor der Wahl zwischen internationaler Isolation und Zusammenarbeit.

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