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    Russlands Nato-Botschafter registriert "positive Veränderungen" im Dialog mit Allianz

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    BRÜSSEL, 18. September (RIA Novosti). Russlands Vertreter in der Nato, Dmitri Rogosin, reist am morgigen Freitag zu Konsultationen nach Moskau. Dabei will er die russische Regierung über die neuesten Veränderungen in der Haltung der Allianz zur Russischen Föderation informieren.

    Wie Rogosin am Donnerstag in einem RIA-Novosti-Gespräch mitteilte, hat er eine "Veränderung der Tonart" der Nato in Bezug auf Russland bei Konsultationen mit ranghohen Mitarbeitern des Nato-Sekretariats und bei einem Treffen mit dem norwegischen Militärattache zu spüren bekommen, die ein Seminar im Hauptquartier der Allianz durchführten.

    Rogosin registrierte dabei "positive Momente".

    "Niemand will eine Konfrontation, geschweige denn eine Eskalation", betonte er.

    Die Veränderung der Tonalität gegenüber Russland seitens der Nato und des US-Vizeaußenamtschefs William Burns führte Rogosin auf die Situation zurück, die Mitglieder des Nato-Rates bei deren Besuch am 15. und 16. September in Georgien unter anderem in Gori gesehen hatten.

    "Saakaschwili hat einen weiteren Fehler begangen", so der russische Nato-Botschafter. "In Gori haben die Nato-Gesandten keine Zerstörungen der zivilen Infrastruktur gesehen, weil dort ausschließlich militärische Objekte beschädigt wurden."

    Hinsichtlich einer Wiederaufnahme der Tätigkeit des Russland-Nato-Rates äußerte Rogosin, dass diese Arbeit nicht von Russland, sondern von der Nato ausgesetzt worden sei. "Der Ball ist jetzt auf der Nato-Seite", betonte er.

    Eine Bestätigung der neuen Einstellung der Allianz würde er in einem Abzug der amerikanischen Kriegsschiffe aus dem Schwarzen Meer sehen.

    Wie Nato-Sprecher James Appathurai am Vortag in Brüssel mitteilte, wollen die Nato-Staaten die Zusammenarbeit mit Russland wieder normalisieren, nachdem es zum Bruch zwischen beiden Seiten gekommen war. Auslöser war das gewaltsame Vorgehen sowohl von Georgien als auch von Russland bei dem Konflikt im Kaukasus.

    In diesem Zusammenhang plädierte der Nato-Sprecher dafür, auf eine "überhitzte Rhetorik" zu verzichten und die Meinungsdifferenzen auf politischem Wege zu lösen. Zugleich betonte er, dass von Russland eine umfassende Umsetzung des Medwedew-Sarkozy-Friedensplans für den Konflikt im Kaukasus erwartet werde.

    Appathurai verwies darauf, dass die Zusammenarbeit zwischen der Nato und Russland sowie einigen wichtigen Bereichen weiter laufe. Außerdem äußerte er, dass die Arbeit des Russland-Nato-Rats auf der Botschafterebene wieder aufgenommen werden könnte.

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