00:31 24 Januar 2018
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    Ahmadinedschad lehnt Einstellung der Urananreicherung ab

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    Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat erneut bekräftigt, dass sein Land trotz Forderung der UNO die Urananreicherung nicht stoppen wird.

    TEHERAN, 18. September (RIA Novosti). Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat erneut bekräftigt, dass sein Land trotz Forderung der UNO die Urananreicherung nicht stoppen wird.

    Die Frage der Einstellung der Urananreicherung sei für Iran schon seit langem vom Tisch, sagte Ahmadinedschad am Donnerstag in Teheran. Iran halte an seinem Atomprogramm weiter fest.

    Kurz davor hatte EU-Außenbeauftragter Javier Solana gesagt, dass der jüngste Bericht der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) die Sorgen um das iranische Atomprogramm verschärft habe.

    IAEA-Chef Mohammed el-Baradei hatte am Montag einen neuen Bericht zum Stand des iranischen Atomprogramms vorgestellt. Darin hieß es, dass die Zahl der Urananreicherungs-Zentrifugen in der iranischen Atomanlage Natanz seit Mai dieses Jahres von 3300 auf 3820 gestiegen sei. Außerdem sollen demnächst weitere 2000 Zentrifugen installiert werden.

    El-Baradei rief Iran auf, der IAEA Zugang zu allen Dokumenten und zuständigen Personen zu gewähren, um sein Atomprogramm völlig transparent zu machen. Anderenfalls könne die IAEA nicht garantieren, dass in Iran keine geheimen Atomaktivitäten betrieben werden.

    Iran steht wegen seines Atomprogramms unter internationalem Druck. Die Vereinten Nationen befürchten, dass der Mullah-Staat heimlich an Atomwaffen baut, und fordern von ihm die Einstellung der Urananreicherung. Der Weltsicherheitsrat hat auf Drängen der USA bereits drei Resolutionen verabschiedet, die Sanktionen gegen Iran beinhalten. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück und setzt die Urananreicherung fort.