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    Parlament in Tiflis verlängert Ausnahmezustand in von Russland besetzten Gebieten Georgiens

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    TIFLIS, 18. September (RIA Novosti). Das georgische Parlament hat den Ausnahmezustand in den von Russland besetzten Gebieten Georgiens bis zum 3. Oktober dieses Jahres verlängert.

    Das meldete die Nachrichtenagentur Nowosti-Grusija am Donnerstag. Am 3. September hatte das Parlament den am 9. August verhängten landesweiten Ausnahmezustand aufgehoben und ihn nur auf die Gebiete beschränkt, wo sich russischen Truppen befanden.

    "Trotz des Waffenstillstandsabkommens zogen die russischen Truppen ab 8. September bislang nur von Poti und Senaki ab. In anderen Regionen Georgiens, darunter in Abchasien und Südossetien, werden Bürger Georgiens weiter unterdrückt, Provokationen verübt und Hindernisse bei der Lieferung humanitärer Hilfsgüter aufgetürmt", heißt es in einem am Donnerstag gefassten Beschluss.

    Parlamentspräsident David Bakradse rief eine Initiativgruppe auf, die den Gesetzentwurf "Über okkupierte Territorien" ausarbeitet, diesen Prozess zu beschleunigen, damit das Dokument zum 3. Oktober angenommen werden könnte.

    In der Nacht zum 8. August hatten die georgischen Truppen die südossetische Hauptstadt Zchinwali stark zerstört und knapp 1500 Zivilisten getötet. Zum Schutz der Bevölkerung sowie der in der Region stationierten russischen Friedenstruppen musste Russland reguläre Armeeeinheiten nach Südossetien verlegen. Am 12. August gab Russland den Abschluss der Operation zur Befriedung Georgiens bekannt. Die georgische Führung hatte auch in Abchasien ein militärisches Eingreifen geplant.