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    Nordkorea beantragt Wiederinbetriebnahme der Atomanlage in Yongbyon - MEHR

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    WIEN, 22. September (RIA Novosti). Nordkorea hat am heutigen Montag die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) gebeten, das nordkoreanische Atomzentrum in Yongbyon zu entsiegeln und die dort installierten Überwachungskameras abzuschalten.

    Dies gab IAEO-Chef Mohammed el-Baradei bekannt.

    "Am heutigen Morgen bat die nordkoreanische Regierung die Inspektoren der IAEO, die Plomben und die Überwachungskameras von der Anlage zu entfernen. Nordkorea plant die Durchführung von einigen Tests, die angeblich mit keinem radioaktivem Stoff verbunden sind", sagte Mohammed el-Baradei.

    Er äußerte seine Hoffnung darauf, dass Nordkorea sich dem Non-Proliferationsvertrag für Nuklearwaffen möglichst schnell wieder anschließe und die Zusammenarbeit mit der IAEO fortsetze.

    Nordkorea hatte im vorigen Jahr seinen Atomreaktor in Yongbyon, das 100 Kilometer nördlich von Pjöngjang liegt, außer Betrieb gesetzt und seine Atomprogramme offengelegt, so wie dies die Sechser-Vereinbarungen (Russland, USA, China, Nordkorea, Südkorea und Japan) vorsahen.

    Im Gegenzug sollten die Partnerstaaten dem kommunistischen Land rund 950 000 Tonnen Heizöl zur Verfügung stellen. Die USA verpflichteten sich zudem, Nordkorea von der Liste der Staaten zu streichen, die den Terrorismus finanzieren. Jedoch kamen die USA ihren Verpflichtungen nicht nach, was zum Scheitern der Verhandlungen führte.

    Am vergangenen Freitag hatte das nordkoreanische Außenministerium mitgeteilt, dass Nordkorea Vorbereitungsarbeiten zur Wiederinbetriebnahme des Reaktors in Yongbyon aufgenommen habe. Außerdem strebe der asiatische Staat laut örtlichen Medien nicht mehr an, aus der US-Liste der Terrorismus-Sponsoren gestrichen zu werden.

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