01:00 17 Oktober 2018
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    In Moskau blüht die Korruption am stärksten

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    MOSKAU, 22. September (RIA Novosti). Moskau ist das am meisten korrumpierte russische Föderationsmitglied, wo Kleinunternehmer am häufigsten mit der Erpressung von Schmiergeldern konfrontiert sind.

    Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Fonds "Öffentliche Meinung" (FOM) am Montag veröffentlicht hat. Die Umfrage war auf Initiative von Präsident Dmitri Medwedew in 68 Territorien Russlands geführt worden. Daran nahmen 34 000 Menschen teil.

    "Vor allem Unternehmer sind mit der Korruption konfrontiert. 56 Prozent der Unternehmer müssen Schmiergelder zahlen. Dabei sagen 66 Prozent, sie seien mit keiner Schmiergelderpressung konfrontiert gewesen", sagte der Präsident des Fonds, Alexander Oslon, auf einer Pressekonferenz in Moskau.

    Laut den Ergebnissen der Umfrage haben durchschnittlich 29 Prozent der russischen Bürger Schmiergelder zahlen müssen. Etwa die Hälfte (44 Prozent) von denen, die noch nie Schmiergelder zahlten, schließen die Möglichkeit einer Bestechung von Amtspersonen nicht aus.

    Beim Rating der am stärksten korrumpierten Regionen des Landes liegt Moskau an erster Stelle: 42 Prozent der Moskauer haben die Zahlung von Schmiergeld an eine Amtsperson eingestanden.

    Auf Platz zwei rangieren die Republik Tatarstan und die Region Krasnodar (mit je 41 Prozent). Darauf folgt die Region Stawropol (40 Prozent). Das Gebiet Moskau und die Stadt Sankt Petersburg nehmen den vierten (37 Prozent) bzw. den fünften (34 Prozent) Platz ein.

    Die am wenigsten korrumpierten Territorien sind die Region Perm (zwölf Prozent) und das Gebiet Tjumen (18 Prozent).

    Nach Auffassung von Oslon ist die Korruption ein soziales Phänomen. "Es liegt in unserer Kultur, es drängt uns dazu, die Regeln für die Bewegung auf dem Entwicklungsweg zu verletzen", sagte der Experte.

    Einen der möglichen Wege zur Bekämpfung der Korruption sieht der FOM-Präsident im Verzicht auf eine aktive Bestechung.

    Dem stellvertretenden Chef des Sicherheitsausschusses der Staatsduma, Michail Grischankow, zufolge gleicht die Korruption einer Straße mit Gegenverkehr: der eine erpresse Geld und ein anderer gebe es. Ohne Unterstützung der Gesellschaft sei keine Lösung möglich, sagte der Abgeordnete.

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