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    Aufnahme von Tiflis und Kiew in NATO-Aktionsplan im Dezember kaum wahrscheinlich - Rogosin

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    Die Aufnahme der Ukraine und Georgiens in den so genannten "Aktionsplan für die NATO-Mitgliedschaft" in diesem Dezember ist nach Ansicht des russischen NATO-Botschafters Dmitri Rogosin kaum wahrscheinlich.

    MOSKAU, 22. September (RIA Novosti). Die Aufnahme der Ukraine und Georgiens in den so genannten "Aktionsplan für die NATO-Mitgliedschaft" in diesem Dezember ist nach Ansicht des russischen NATO-Botschafters Dmitri Rogosin kaum wahrscheinlich.

    Die NATO-Mitglieder hätten keinen Konsensus bezüglich der Aufnahme beider Staaten in den Aktionsplan, sagte Rogosin am Montag live im Rundfunksender "Echo Moskaus". "Dass dieser Konsensus zum Dezember-Gipfel des nordatlantischen Bündnisses erzielt wird, ist ebenso kaum wahrscheinlich."

    Die Ukraine und Georgien hatten ihre Aufnahme in den Aktionsplan beantragt, dessen Erfüllung die erste Etappe beim Beitritt zur Allianz wäre. Der Antrag wurde auf dem April-Gipfel der NATO in Bukarest abgelehnt.

    Nach dem jüngsten Abenteuer das Saakaschwili-Regime (in Südossetien), nachdem Saakaschwili seine westlichen, vor allem seine europäischen Verbündeten betrogen habe, sei die Aufnahme von Tiflis in die weite Ferne gerückt. "In der NATO sistzen ernsthafte Leute, Pragmatiker und verantwortungsbewusste Bürger. Brauchen sie denn derartige Abenteuer?", fragte Rogosin.

    "Der Beitritt der Ukraine und Georgiens würde weder Georgien noch die Ukraine noch die NATO noch Russland sicherer machen. Und vernünftig denkende Menschen werden das nicht zulassen", fuhr der russische Politiker fort.

    Zu den Beziehungen zwischen Russland und der NATO sagte Rogosin, dass Kontakte fortgesetzt würden, allerdings nicht so intensiv wie bislang. "Es wäre falsch, diese Beziehungen einzufrieren... Es gibt Probleme, deren Lösung wir einfach nicht gefährden dürfen."

    Die Beziehungen zwischen Moskau und Brüssel spitzten sich zu, nachdem Georgien in der Nacht zum 8. August Kampfhandlungen in Südossetien begonnen und Russland diese Aggression mit Gewalt erwidert hatte. Seinen Schritt erklärte die Führung in Moskau mit der Notwendigkeit, Einwohner Südossetiens, die größtenteils Bürger der Russischen Föderation sind, aber auch russische Friedenssoldaten zu schützen.

    Daraufhin warf die NATO Russland eine "unangemessene" Gewaltanwendung vor und erklärte die Tätigkeit des Russland-NATO-Rates auf allen Ebenen für ausgesetzt.

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