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    Ex-Kommandeur der tschetschenischen Elite-Einheit Jamadajew in Moskau erschossen - MEHR

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    Der ehemalige Befehlshaber der tschetschenischen Elite-Einheit Wostok, Sulim Jamadajew, ist am Mittwoch bei einem Attentat im Zentrum von Moskau getötet worden.

    MOSKAU, 24. September (RIA Novosti). Der ehemalige Befehlshaber der tschetschenischen Elite-Einheit Wostok, Sulim Jamadajew, ist am Mittwoch bei einem Attentat im Zentrum von Moskau getötet worden.

    Wie RIA Novosti aus Sicherheitskreisen erfuhr, wurde Jamadajews Mercedes auf der Smolenskaja-Uferstraße unweit vom Außenministerium von Unbekannten beschossen. Die Täter konnten fliehen. Vor Ort sind unterdessen Ermittler eingetroffen, die bereits zehn leere 9-mm-Hülsen vorfanden, berichtet ein Korrespondent von RIA Novosti.

    Im ersten Tschetschenien-Krieg (1994/1996) hatte Jamadajew auf der Seite der tschetschenischen Separatisten gegen die russischen Truppen gekämpft. Nach dem Krieg kontrollierte sein Clan die zweitgrößte tschetschenische Stadt Gudermes. In den Jahren 1998 und 1999 kämpfe Jamadajew gegen die Wahhabiten und schloss sich 1999 den russischen Truppen an.

    2002 wurde Jamadajew zum stellvertretenden Militärkommandanten der tschetschenischen Hauptstadt Grosny und ein Jahr später zum Befehlshaber des Elite-Bataillons Wostok ("Ost") ernannt. Den Kern dieser Einheit machten die Anhänger des einflussreichen Jamadajew-Clans aus, die zuerst der Nationalgarde des separatistischen Maschadow-Regimes angehört hatten und 1999 zu den russischen föderalen Truppen übergelaufen waren.

    In diesem Mai hatten tschetschenische Justizbehörden ein Ermittlungsverfahren gegen Jamadajew wegen Verdachts auf Mord eingeleitet. Im August schrieb das tschetschenische Innenministerium Jamadajew, der unter anderem in Menschenentführungen verwickelt sein soll, zur landesweiten Fahndung aus. Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow hatte betont, Jamadajew müsse "ungeachtet seiner Medaillen und Verdienste" bestraft werden.

    Kurz danach tauchte Jamadajew in Moskau auf und wurde von der Fahndungsliste gestrichen.

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