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    Ossetien-Konflikt: Belgische Parlamentarier beschuldigen Georgien - MEHR

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    BRÜSSEL, 25. September (RIA Novosti). Belgische Senatsmitglieder zweifeln nicht daran, dass die jüngste Aggression gegen Südossetien von Georgien entfesselt worden war.

    Diese Auffassung vertreten der stellvertretende Vorsitzende der Kommission für Auswärtiges und Verteidigung des belgischen Senats, Josi Dubie, und seine Kollegin Senatorin Christine Defraigne.

    „Auf die Frage, wer der Aggressor gewesen ist, können wir ohne Zögern feststellen, dass die Georgier die Aggressoren waren“, sagte Dubie am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Brüssel.

    Dubie und Defraigne berichteten über ihre Südossetien-Reise, die sie auf eigene Initiative unternommen hatten. Das Ziel der Reise war es, sich vor Ort über das Geschehene informieren zu lassen und Fakten und Zeugnisse zu sammeln, die den Politikern und der Öffentlichkeit im Westen Klarheit über die wirklichen Urheber der Aggression verschaffen würden.

    Laut Dubie halten er und seine Kollegin „irreführende Informationen darüber für unzulässig“. Nach dem Besuch in Südossetien und dessen Hauptstadt Zchinwali, wo sich die Senatoren mit vielen Augenzeugen getroffen hatten, waren sie zu dem Schluss gelangt, dass die georgische Seite Kriegsverbrechen und Akte von Genozid gegen die friedliche ossetische Bevölkerung begangen hatte. Daher halten es Dubie und Defraigne für notwendig, eine unabhängige internationale Untersuchung durchzuführen.

    „Es wurden Wohnviertel mit Bomben angegriffen. Georgische Panzer schossen auf Wohnhäuser, in denen es keine Soldaten gab“, sagte Defraigne, die über das Gesehene tief schockiert gewesen sei. Sie verglich Zchinwali mit Beirut.

    Wie Dubie weiter äußerte, stimmt die mit 1500 angegebene Zahl der Konfliktopfer in Südossetien. „Man hätte an der Stelle der Russen sein müssen, um zu verstehen, warum sie einen Gegenangriff unternommen hatten“, sagte der Senator.

    Dubie fügte hinzu, die Panzer und Maschinenwaffen, die er beim Abzug der russischen Armee aus Südossetien gesehen habe, seien im Unterschied zur georgischen Kampftechnik und zu den georgischen Waffen, die von den Russen erbeutet wurden, recht „veraltet“ gewesen. Dies sei ein indirekter Beweis dafür, dass Russland sich auf keine Kampfhandlungen in der Region vorbereitet hatte, sagte der belgische Senator.

    Trotz alledem habe die russische Seite es vermocht, zwei Militärflughäfen in der Nähe von Tiflis zu vernichten, die die Amerikaner modernisiert und neuausgerüstet hatten, um einen Schlag gegen Iran zu führen.

    Dubie hatte früher als Berufsjournalist Berichte aus Konfliktgebieten erstattet und die Kaukasus-Region mehrmals besucht.

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