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    Nach Kosovo-Unabhängigkeit: Büchse der Pandora muss geschlossen werden - Belgischer Senator

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    Die mit der Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo geöffnete Büchse der Pandora muss nach Ansicht des belgischen Senators Josi Dubie schnellstmöglich wieder geschlossen werden.

    BRÜSSEL, 25. September (RIA Novosti). Die mit der Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo geöffnete Büchse der Pandora muss nach Ansicht des belgischen Senators Josi Dubie schnellstmöglich wieder geschlossen werden.

    "Die Unabhängigkeit des Kosovo, die im Hinblick auf das Völkerrecht nicht legitim ist, stellt einen gefährlichen Präzedenzfall dar, weil mit diesem Schritt die Büchse der Pandora geöffnet wurde", sagte Dubie, der stellvertretender Vorsitzender der Auswärtigen Kommission des belgischen Senats ist, am Donnerstag in Brüssel nach seiner jüngsten Südossetien-Reise. Es komme darauf an, eine Kettenreaktion von Ausrufungen der Unabhängigkeit oder von Abspaltungen in verschiedenen Regionen der Welt nicht zuzulassen, die mit Gewalt und Tragödien einhergehen.

    Dubie sprach sich gegen die Anerkennung der Unabhängigkeit von Südossetien und Abchasien aus, gab zugleich zu, dass die Osseten nach dem Überfall der georgischen Armee jetzt nicht mehr im Staatsverband Georgiens bleiben wollen. "Es liegt klar auf der Hand, dass die virtual unabhängigen Osseten nach dem georgischen Bombardement nie wieder in den Staatsverband Georgiens zurückkehren wollen. Es gilt, eine politische Lösung dieses Problems auf dem internationalen Niveau herbeizuführen", fuhr Dubie fort.

    Die vom georgischen Präsidenten entfesselte Aggression gegen Südossetien hat die Lösung (des Problems) nach Dubies Worten nicht erleichtert. Seine Kollegin Christine Defraigne, die ebenfalls Südossetien besucht hatte, erklärte, dass der Wille des Volkes geachtet werden soll, wenn dieses Volk nach Unabhängigkeit strebt.

    Russland hatte am 26. August die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens von Georgien anerkannt. In der Nacht zum 8. August marschierten die georgischen Truppen in Südossetien ein und zerstörten seine Hauptstadt Zchinwali. Dabei kamen nach Schätzung etwa 1500 Zivilisten ums Leben. Daraufhin startete Russland unter Einsatz regulärer Truppen eine Operation zur Befriedung Georgiens, die im Westen als "unangemessen" kritisiert wird.

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