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    Iran will Kernbrennstoff exportieren

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    Iran treibt laut Außenminister Manouchehr Mottaki sein friedliches Atomprogramm voran und kann künftig sogar andere Staaten mit seinem Kernbrennstoff beliefern.

    TEHERAN, 05. Oktober (RIA Novosti). Iran treibt laut Außenminister Manouchehr Mottaki sein friedliches Atomprogramm voran und kann künftig sogar andere Staaten mit seinem Kernbrennstoff beliefern.

    Sobald Iran die Kernbrennstoffproduktion in die Wege leite, sei er bereit, andere Staaten zu beliefern, sagte Mottaki am Sonntag in Teheran. Ihm zufolge würde Iran auf die zivile Urananreicherung auch dann nicht verzichten, wenn sich der Westen verpflichten würde, die iranischen Kernkraftwerke mit Brennstoff zu versorgen.

    „Wir haben schlechte Kooperationserfahrungen mit westlichen Staaten im Atombereich", sagte Mottaki. „Die USA hatten uns 10 000 Megawatt Kernenergie in Aussicht gestellt. Auch die Deutschen hatten trotz Versbrechen das AKW Bushehr nicht fertig gestellt."

    Mottaki betonte erneut, dass die iranischen Atomaktivitäten friedlich seien und nicht zur Produktion von Massenvernichtungswaffen dienen.

    Das iranische Parlament hatte bereits Anfang 2005 ein Gesetz verabschiedet, wonach landesweit neue Atomkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 20 000 Megawatt entstehen sollen. Das erste iranische Atomkraftwerk wird nahe der Stadt Bushehr (Südiran) vom russischen Unternehmen Atomstroyexport errichtet.

    Irans Atomprogramm erregt im Westen Besorgnis. Die Vereinten Nationen befürchten, dass Teheran heimlich an Atomwaffen baut, und fordern die Einstellung der Urananreicherung. Der UN-Sicherheitsrat hat auf Drängen der USA bereits mehrere Resolutionen verabschiedet, die Sanktionen gegen Iran beinhalten. Um die Besorgnis auszuräumen bot Russland Iran an, dessen Kernkraftwerke mit Kernbrennstoff zu beliefern. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück und hält am Programm zur Eigenproduktion von Kernbrennstoff fest. 

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