02:02 19 August 2017
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    Kasachstan will Beziehungen mit Russland nach Kaukasus-Konflikt nicht revidieren

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    ASTANA, 05. Oktober (RIA Novosti). Kasachstan sieht den Kaukasus-Konflikt vom August nicht als Grund für eine Revision seiner Beziehungen mit Russland.

    ASTANA, 05. Oktober (RIA Novosti). Kasachstan sieht den Kaukasus-Konflikt vom August nicht als Grund für eine Revision seiner Beziehungen mit Russland.

     Das sagte der kasachische Außenminister Marat Taschin am Sonntag in Astana nach seinem Treffen mit US-Außenministerin Condoleezza Rice.

    „Wir unterhalten hervorragende Beziehungen mit Russland. Russland ist unser strategischer Partner", so antwortete Taschin auf die Frage, ob die jüngsten Ereignisse im Kaukasus Auswirkungen auf die kasachische Außenpolitik haben würden. Auch mit den USA pflege Kasachstan stabile Beziehungen, die von Natur aus strategisch seien, betonte Taschin.

    Rice äußerte ihrerseits, dass die USA nicht mit anderen Staaten der Region um Kasachstan rivalisieren. „Unsere Beziehungen mit Kasachstan beruhen auf dem gegenseitigen Respekt und Transparenz", sagte Rice.

    In der Nacht zum 8. August war die georgische Armee in die nicht anerkannte Republik Südossetien einmarschiert und hatte deren Hauptstadt Zchinwali weitgehend zerstört. Nach südossetischen Angaben wurden dabei über 1500 Menschen getötet, mehr als 30 000 mussten nach Russland fliehen. 66 russische Friedenssoldaten in der Region wurden von den georgischen Truppen getötet.

    Zum Schutz der Südosseten, von denen viele die russische Staatsbürgerschaft besitzen, schickte Russland rund 10 000 Soldaten in die Region, um die georgischen Einheiten aus Südossetien zu drängen. Am 26. August erkannte Russland Südossetien sowie den anderen kaukasischen De-facto-Staat Abchasien offiziell an. Mit seinem Vorgehen zog Moskau scharfe Kritik des Westens auf sich.