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    Chodorkowski will Berufung gegen U-Haft-Verlängerung einlegen

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    TSCHITA, 08. Oktober (RIA Novosti). Die Verteidiger des ehemaligen Chefs des Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, wollen gegen das Gerichtsurteil über die Verlängerung der Untersuchungshaft ihres Mandanten bis zum 9. Februar 2009 Berufung einlegen.

    „Die Berufung gegen den Beschluss wird innerhalb von zehn Tagen eingereicht“, teilte der Anwalt Semjon Rosenberg RIA Novosti mit.

    Das Urteil war am Mittwoch vom Gebietsgericht der Stadt Tschita gefällt worden.

    Gegen Chodorkowski, der 2005 wegen Betrug und Steuerhinterziehung zu acht Jahren Haft verurteilt worden war, wurde 2006 ein neues Strafverfahren wegen Geldwäsche eingeleitet. In diesem Zusammenhang wurden er und der ehemalige Chef der MENATEP-Gruppe, Platon Lebedew, aus ihren Strafkolonien in die Untersuchungshaft in der Stadt Tschita verlegt.

    Gemäß der neuen Anklage sollen Chodorkowski und Lebedew zwischen 1998 und 2004 insgesamt 450 Milliarden Rubel (1 Euro = 35,5 Rubel) und 7,5 Milliarden Dollar gewaschen haben. Chodorkowski und Lebedew weisen diese Anschuldigungen ab.