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    Georgiens GUS-Austritt erfolgt im August 2009

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    Georgien wird am 18. August nächsten Jahres aus der GUS ausgeschlossen. Das teilte Naurys Aidarow, Vizechef des Exekutivkomitees und des Exekutiv-Staatssekretärs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, in Astana mit.

    ASTANA, 23. Oktober (RIA Novosti). Georgien wird am 18. August nächsten Jahres aus der GUS ausgeschlossen. Das teilte Naurys Aidarow, Vizechef des Exekutivkomitees und des Exekutiv-Staatssekretärs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, in Astana mit.

    Nach seinen Worten erfolgt der Austritt laut dem Statut der Organisation ein Jahr nach der Einreichung eines entsprechenden Antrags des jeweiligen Mitgliedslandes. Tiflis hatte den Austritt aus der GUS mit dem Konflikt in Südossetien begründet.

    Das GUS-Exekutivkomitee habe die für die Prozedur des GUS-Austritts gemäß dem Artikel Neun des GUS-Statuts erforderlichen Schritte eingeleitet, hieß es.

    Die Erklärung über die Gründung der Gemeinschaft war im Dezember 1991 nach dem Zerfall der Sowjetunion von elf Staaten, ehemaligen Sowjetrepubliken, unterzeichnet worden. Georgien trat der GUS im Dezember 1993 gemäß einem entsprechenden Gesuch von Georgiens Präsident Eduard Schewardnadse bei.

    In der Nacht zum 8. August war die georgische Armee in die nicht anerkannte Republik Südossetien einmarschiert und hatte deren Hauptstadt Zchinwali weitgehend zerstört. Dabei wurden hunderte Menschen getötet, mehr als 30 000 mussten nach Russland fliehen.

    Zum Schutz der Südosseten, von denen viele die russische Staatsbürgerschaft besitzen, musste Russland intervenieren und Georgien zum Frieden zwingen.

    Am 18. August reichte Georgien bei dem GUS-Exekutivkomitee eine Note über dessen Beschluss, die Organisation zu verlassen.

    Am 26. August erkannte Russland Südossetien sowie den anderen kaukasischen De-facto-Staat Abchasien offiziell an. Am 9. September nahm Moskau diplomatische Beziehungen mit den beiden Republiken auf.

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