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    Obama: Bush hinterlässt schweres Erbe für nächsten US-Präsidenten

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    Der nächste US-Präsident wird mit ernsthaften internationalen Problemen "auf die Probe gestellt", die er von der Bush-Administration erben wird.

    WASHINGTON, 23. Oktober (RIA Novosti). Der nächste US-Präsident wird mit ernsthaften internationalen Problemen "auf die Probe gestellt", die er von der Bush-Administration erben wird.

    Das sagte der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama am Mittwoch in Richmond (US-Bundesstaat Virginia) in seiner Stellungnahme zur Äußerung seines Kandidaten für Amt des Vizepräsidenten, Joseph Biden, der im Falle eines Wahlsiegs von Obama eine "künstlich erzeugte" Krise für möglich hält, um den jungen Präsidenten zu provozieren.

    "Das Wesen der Position" Bidens, so Obama, "besteht darin, dass die nächste Administration, die eine ganze Reihe von wirklich großen Problemen wird erben müssen, einer Prüfung unterzogen wird", sagte Obama.

    "Es geht darum, ob der nächste Präsident diese Prüfung bestehen und Amerika in eine neue Richtung bewegen und der restlichen Welt ein klares Signal senden wird, dass wir keine leeren Drohungen mehr, keine einseitigen Aktionen und keine Ideologie betreiben, sondern uns für die Gründung von Partnerschaften weltweit für die Lösung praktischer Probleme einsetzen."

    "Dies wäre der beste Weg zum Bestehen dieser Prüfung, und ich bin sicher, wir werden das tun können", fügte Obama hinzu.

    Bei einem Gespräch im engen Kreis von Obama-Anhängern in Seattle hatte Biden am vergangenen Sonntag erklärt: "Uns erwartet eine internationale Krise, eine künstlich generierte Krise, mit der der Mut dieses Burschen auf die Probe gestellt wird."

    Als eventueller Ursprungspunkt solcher Krisen erwähnte er den Nahen Osten und Russland. "Dies könnte vom Nahen Osten ausgehen oder von Russland, das sich gefestigt hat, weil es in einem Ölmeer schwimmt", so Biden.

    Unter diesen Bedingungen werde Obama "überaus harte Entscheidungen" treffen müssen, die sich als unpopulär erweisen könnten, so Biden. "In den ersten zwei Jahren würden wir außerordentlich schwere Entscheidungen treffen müssen, deshalb rufe ich Sie auf, bereit zu sein, uns zu unterstützen."

    Sarah Palin, republikanische Kandidatin für das Amt der US-Vizepräsidentin, bezog sich zwei Tage später auf diese Äußerung Bidens und sagte, Russland könnte bei einem Wahlsieg von Obama in die Ukraine einmarschieren. Dies wäre nach ihrer Ansicht eines der Krisenszenarien, mit dem Obama herausgefordert werden könnte.

    "Auf den Einmarsch der russischen Armee in Georgien hat Obama unschlüssig reagiert", so Palin. "Eine solche Reaktion würde Putin ermutigen, eine nächste Invasion vorzunehmen, diesmal in die Ukraine."

    Nach Ansicht von Palin betreffen weitere außenpolitischen "Krisenszenarien" Iran, Pakistan und den Irak.

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