02:32 20 August 2017
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    GUS-Innenminister sagen Auto-Mafia den Kampf an

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    SOTSCHI, 23. Oktober (RIA Novosti). Die Innenminister der GUS-Staaten beraten am Donnerstag in Sotschi über den illegalen Handel mit geklauten Autos.

    Wie der Exekutivsekretär der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Sergej Lebedew, mitteilte, belegt der Autodiebstahl in Bezug auf die Gewinne den dritten Platz nach dem Waffen- und Drogenhandel.

    Dem russische Innenminister Nursultan Nurgalijew zufolge bedroht der kriminelle Autohandel in der globalisierten Welt ernsthaft die Sicherheit, wirtschaftliche und soziale Stabilität vieler Staaten.

    "Eine besondere Gefahr stellt die organisierte Kriminalität dar, die einen transnationalen Charakter hat. Die Grenzen zwischen unseren Staaten verhindern keinesfalls die Tätigkeit der Verbrechergruppen", stellte Lebedew ebenfalls in der Sondersitzung fest.

    Nach Interpol-Angaben werden bis zu 40 Prozent der in Westeuropa gestohlenen Fahrzeuge in GUS-Staaten verkauft. Außerdem verwenden die Verbrecher zunehmend High-Tech beim Knacken der Alarmanlage.

    Der Schaden durch den kriminellen Autohandel beträgt Dutzende Millionen Dollar. Allein in Russland wurden von 2005 bis 2007 über 2000 gestohlene Auslandswagen entdeckt.

    In den ersten neun Monaten 2008 wurden in Russland über 30 Banden zerschlagen, die insgesamt 150 Autodiebe zählten und von vier Mafiabossen geleitet wurden. Vom Januar bis September wurden 36 Schwerlastkraftwagen sowie Bau-, Montage- und Landwirtschaftstechnik gestohlen, in 15 Fällen davon mit Waffengewalt.

    In der Sondersitzung, an der Delegationen aus Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien, Moldawien, Russland, Tadschikistan, Turkmenien, Usbekistan und der Ukraine teilnehmen, sollen Dokumente über die Zusammenarbeit angenommen werden.