06:32 23 August 2017
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    Italiens Ex-Premier Prodi für neue wirtschaftliche Weltordnung

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    ROM, 23. Oktober (RIA Novosti). Die internationalen Wirtschaftsrichtlinien müssen grundlegend revidiert werden, um eine neue globale Wirtschaftsordnung zu gründen, die multipolar sein muss.

    Das sagte der ehemalige italienische Premier Romano Prodi am Donnerstag in einem Interview für die Zeitschrift "Famiglia cristiana".

    Prodi, der vor seiner politischen Karriere die führenden staatlichen Industriekonzerne des Landes leitete, ist der Ansicht, dass es notwendig ist, eine internationale Sonderkonferenz durchzuführen, bei der neue Spielregeln auf den Weltmärkten bestimmt werden sollen.

    Ihm zufolge muss in erster Linie das "Kräfteverhältnis zwischen dem Dollar und anderen Währungen, angefangen beim Euro", revidiert werden.

    Prodi betonte, dass China in dieses neue System miteinbezogen werden müsse.

    Zudem kritisierte er den italienischen Wirtschafts- und Finanzminister Giulio Tremonti, der prognostiziert hatte, die Weltfinanzkrise werde nicht von den USA, sondern von Indien und China ausgehen.

    "Die große Krise kam von der Wall Street und das muss zum Denken geben, zumal China jetzt hilft, die Krise der USA einzudämmen", so der Ex-Premier.

    Prodi war zweimal Regierungschef, von 1996 bis 1998 und von Mai 2006 bis Mai 2008. Im September wurde er vom UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Vorsitzenden der Sondergruppe für Friedensaktionen in Afrika ernannt.

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