23:36 17 August 2017
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    Russland strebt gute Nachbarschaft mit Lettland an

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    MOSKAU, 23. Oktober (RIA Novosti). Nach Ansicht von Außenminister Sergej Lawrow haben Russland und Lettland eine feste Basis für den Aufbau gutnachbarlicher Beziehungen.

    "Wir konstatieren mit Zufriedenheit die positive Dynamik in den Beziehungen zwischen Russland und Lettland. Die Kontakte auf verschiedenen Ebenen sind intensiver geworden, es nimmt der gegenseitige Handel zu und unsere vertragsrechtliche Basis wird verbessert. Nach unserer Meinung haben wir gute Möglichkeiten für den Aufbau gutnachbarlicher Beziehungen und der gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit, der selbstverständlich der Berücksichtigung der gegenseitigen Interessen zugrunde liegt", sagte der Lawrow nach Abschluss von Verhandlungen mit seinem lettischen Amtskollegen Artis Pabriks.

    Laut Lawrow haben sich die Seiten darauf geeinigt, die Arbeit der bilateralen Regierungskommission für wirtschaftliche, wissenschaftlich-technische, humanitäre und kulturelle Kooperation zu intensivieren.

    "Die nächste Sitzung ist für Mitte November in Moskau anberaumt. Wir haben uns darauf verständigt, dieses Instrument effektiver zu nutzen und die Verhandlungen über eine ganze Reihe von Abkommensentwürfen von wirtschaftlichem und humanitärem Charakter so bald wie möglich abzuschließen", sagte Lawrow.

    Ihm zufolge geht es um gegenseitigen Investitionsschutz, die Vermeidung doppelter Besteuerung, die Zusammenarbeit im Tourismus sowie um die Erleichterung der Visaformalitäten für die Einwohner der Grenzgebiete.

    Zur Sprache sind auch Fragen von humanitärem Charakter gekommen.

    "Wir können nicht leugnen, dass in unseren Beziehungen eine Reihe komplizierter Fragen von humanitär-historischem Charakter bleibt, die mit vereinten Kräften geregelt werden müssen. Der russischen Seite geht es vor allem um die Lage der russischsprachigen Bevölkerung Lettlands. Es ist eine der größten Prioritäten unserer Außenpolitik, die Rechte der Landsleute zu schützen", sagte Lawrow.

    Ihm zufolge wurde dieses Thema bei dem Treffen sachlich und mit Rücksicht auf entsprechende Empfehlungen der OSZE, des Europarats und anderer internationaler Organisationen erörtert.

    Es sei vereinbart worden, schwierige Fragen der gemeinsamen Geschichte beider Länder zu besprechen, so Lawrow. "Wissenschaftler beider Länder haben sich bereits getroffen und sich darüber verständigt, ihre Treffen fortzusetzen", sagte der Außenminister.

    Moskau wäre bereit, eine bilaterale Historikerkommission unter Schirmherrschaft der Akademien der Wissenschaften beider Länder zu bilden, sagte Lawrow.

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