01:38 24 Februar 2018
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    Ukraine: Wirbel um entführten Frachter mit Waffen lässt nicht nach

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    Der ukrainische Sicherheitsdienst überprüft Informationen über eine mutmaßliche Verbindung des stellvertretenden Verkehrs- und Kommunikationsministers Igor Urbanski mit dem Eigner des mit Panzern und Waffen beladenen Frachters "Faina", der von somalischen Piraten festgehalten wird.

    KIEW, 31. Oktober (RIA Novosti). Der ukrainische Sicherheitsdienst überprüft Informationen über eine mutmaßliche Verbindung des stellvertretenden Verkehrs- und Kommunikationsministers Igor Urbanski mit dem Eigner des mit Panzern und Waffen beladenen Frachters "Faina", der von somalischen Piraten festgehalten wird.

    Das teilte der Chef der Sicherheitsbehörde, Valentin Naliwaitschenko, in einem Interview für die ukrainische Zeitung "Ekonomitscheskije Iswestija" mit.

    Der Frachter "Faina", der am 25. September vor der Küste Somalia gekapert worden war, ist mit 33 T-72 Panzern, Fla-Maschinengewehren, Raketenwerfern und Munition beladen. Zum Zeitpunkt der Entführung befanden sich ein Lette, drei Russen und 17 Ukrainer an Bord. Der russische Schiffskapitän Wladimir Kolobkow starb an Herzversagen.

    Die Piraten drohen mit der Ermordung der Geiseln, sollte eine Aktion zu ihrer Befreiung unternommen werden. Die Entführer fordern Lösegeld, dessen Höhe mehrmals zwischen einer Million und 20 Millionen US-Dollar wechselte.

    Mitte Oktober erschien ein Pressebericht, wonach das Schiff nicht dem Israeli Wadim Alperin, sondern Urbanski gehöre. Beide sollen sich in Odessa kennen gelernt haben. Der aus Odessa stammende Urbanski war kurz vor seiner Wahl als Parlamentsabgeordneter für den Bereich Seetransport im Verkehrsministerium zuständig.

    Das Sekretariat des ukrainischen Präsidenten bat den Sicherheitsdienst und die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine, die Information über eine mögliche Verbindung von Urbanski mit dem Reeder zu prüfen.