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    Russland bietet sich als Garant für Berg-Karabach-Regelung an

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    MOSKAU, 31. Oktober (RIA Novosti). Russland ist bereit, als Garant für die Beilegung des Berg-Karabach-Konfliktes aufzutreten, wenn Armenien und Aserbaidschan einen Kompromiss erreichen werden. Die Präsidenten beider Länder treffen am kommenden Sonntag in Moskau zusammen, um dieses Problem zu erörtern.

    „Russland wäre bereit, eine Variante der Problemlösung zu unterstützen, die allen interessierten Seiten passen würde, und im Falle einer Kompromissvereinbarung auch als Garant für die Regelung aufzutreten“, hieß es inoffiziell aus dem Kreml.

    Am Sonntag, dem 2. November, wird in Moskau auf Initiative der russischen Seite ein Treffen zwischen dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilcham Alijew und seinem armenischen Amtskollegen Sersch Sargsjan, durchgeführt.

    Nach den armenisch-aserbaidschanischen Verhandlungen soll laut dem Gesprächspartner der Agentur ein trilaterales Treffen unter Teilnahme des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew stattfinden.

    Das vorangegangene Treffen von Alijew und Sargsjan zu Fragen der Berg-Karabach-Regelung hatte im Rahmen des informellen GUS-Gipfels am 6. Juni 2008 in Sankt Petersburg stattgefunden.

    „Die prinzipielle Position Russlands zur Berg-Karabach-Regelung läuft darauf hinaus, den Konfliktteilnehmern keine Rezepte aufzuzwingen und davon auszugehen, dass die Aserbaidschaner und die Armenier selber die Hauptverantwortung für die endgültige Wahl tragen werden“, hieß es.

    „Die bevorstehenden Verhandlungen sollen eine wichtige Rolle bei der Festigung der regionalen Stabilität und Sicherheit, insbesondere angesichts der jüngsten Krise im Kaukasus, spielen und das Streben der Konfliktparteien nach Regelung mit friedlichen politischen Mitteln bekräftigen“, wurde betont.

    Der Berg-Karabach-Konflikt war 1988 ausgebrochen, als die mehrheitlich von Armeniern bewohnte Region Berg-Karabach den Austritt aus der damaligen Sowjetrepublik Aserbaidschan bekundet hatte. 1991 wurde die Gründung der Republik Berg-Karabach verkündet, was zu Kampfhandlungen zwischen armenischen und aserbaidschanischen Kräften führte.

    Ein Waffenstillstandsabkommen trat am 12. Mai 1994 in Kraft. Als Ergebnis der Zusammenstöße büßte Aserbaidschan die Kontrolle über Berg-Karabach und sieben weitere daran grenzende Regionen ein.

    Seit 1992 vermittelt die Minsker OSZE-Gruppe, deren Kovorsitzende USA, Russland und Frankreich sind, die Friedensverhandlungen zwischen Aserbaidschan und Armenien.

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