03:42 24 Juni 2018
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    Nach US-Beschuss Syriens: Bagdad will Beziehungen zu Damaskus verbessern

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    DAMASKUS, 31. Oktober (RIA Novosti). Der Irak will die Krise in den Beziehungen zu Syrien beenden, die durch den jüngsten Beschuss eines syrischen Dorfes durch US-Hubschrauber ausgelöst wurde.

    Das geht aus einer am Freitag in Damaskus veröffentlichten Erklärung des irakischen Außenministeriums hervor. Am vergangenen Sonntag waren vier US-Hubschrauber aus dem Irak in syrisches Gebiet eingedrungen und hatten dort Ziele im Dorf Sukariya angegriffen, das einige Kilometer von der syrisch-irakischen Grenze entfernt liegt. Dabei starben acht Zivilisten, die ein Haus gebaut hatten.

    "Eine politische Konfrontation würde den Interessen beider Länder Schaden zufügen", heißt es in der Erklärung Bagdads. Zuvor hatte der irakische Außenminister Hoschiar Sibari in einem Telefongespräch mit seinem syrischen Amtskollegen Walid al-Muallim gesagt, die irakische Regierung protestiere gegen derartige Handlungen des US-Militärs und wolle die Beziehungen zu Syrien normalisieren.

    "Der Irak will den Dialog und Konsultationen mit Syrien fortsetzen, um alle Probleme im Geiste der Zusammenarbeit und besonderer Beziehungen zwischen zwei Brudervölkern zu lösen", sagte Sibari nach arabischen Medienberichten.

    Zuvor hatte Al-Muallim erklärt, sein Land erwarte offizielle Stellungnahmen der amerikanischen und der irakischen Regierung zum tragischen Zwischenfall vom Sonntag. Bereits am Mittwoch hatte das syrische Außenministerium die US-Botschaft in Damaskus von der Entscheidung der Regierung in Kenntnis gesetzt, ein amerikanisches Kulturzentrum und eine amerikanische Schule in der syrischen Hauptstadt aus Protest gegen den Angriff zu schließen.

    Syriens Informationsminister Mohsen Bilal sagte am Freitag im Landesfernsehen, es gebe viele andere Möglichkeiten, auf die Aggression zu reagieren als nur mit Waffengewalt. "Syrien hat das Feuer amerikanischer Hubschrauber auf das Dorf Sukariya nahe der irakischen Grenze aus Angst nicht erwidert, zwischen die Hörner des wutschnaubenden Stiers zu geraten", sagte er.

    Zur ersten Reaktion der irakischen Regierung, die die Handlungen der USA zu rechtfertigen versuchte, sagte Bilal, dass die Iraker alles Mögliche sagen können, solange der Irak von den US-Truppen besetzt ist.