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    Brown erwartet neue Weltordnung nach Obamas Wahl und Finanzkrise

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    Nach Ansicht des britischen Premiers Gordon Brown beweist Barack Obamas Wahlsieg, dass es den "American Dream" wirklich gibt.

    LONDON, 11. November (RIA Novosti). Nach Ansicht des britischen Premiers Gordon Brown beweist Barack Obamas Wahlsieg, dass es den "American Dream" wirklich gibt.

    Wie Brown am Montag bei einem Festessen zu Ehren des neuen Bürgermeisters der Londoner City weiter sagte, ist Obamas Sieg ein "Aufblühen der Hoffnung" und eine "Inspirationsquelle" sowohl für die USA als auch für die ganze Welt.

    Brown hob die Notwendigkeit einer noch engeren Zusammenarbeit Europas und speziell Großbritanniens mit den USA hervor.

    "Großbritannien und die USA müssen sich eine Spitzenposition sichern, die auf die Gewährleistung einer festeren internationalen Ordnung gerichtet sein wird", hieß es.

    Wie der Premier weiter ausführte, könnte die gegenwärtige Finanzkrise die Entstehung eines neuen Typs der Gesellschaft anspornen, die in ihrem Bestreben einig sein wird. Er rief alle Staatschefs der Welt auf, Grundlagen für eine "wirklich neue globale Ordnung" zu schaffen.

    "Historiker werden einmal zurückschauen und sagen, dass dies keine übliche Zeit war, sondern ein entscheidender Zeitpunkt. Eine beispiellose Periode globaler Umwandlungen, eine Zeit, in der ein Kapitel zu Ende geht und ein anderes beginnt - für die Nationen und Kontinente sowie für die ganze Welt."

    Dazu müsse sich aber einiges ändern, so Brown. "Die G8, der Internationale Währungsfonds und die Weltbank müssen sich verändern, um fähig zu sein, der neuen Realität zu begegnen." Das G8-Format sei überholt, betonte er. "Die Zeit, wo einige Spitzenpolitiker der Welt an einem Tisch herumsitzen und globale Fragen erörtern könnten, ist vorbei."

    Er rief die USA und die anderen Länder auf, auf die Protektionismus-Politik zu verzichten, die sich schlecht bewährt hat. "Die USA und die anderen Länder müssen auf den Protektionismus in der Form von Almosen verzichten, der eine Verwandlung der bisherigen Krise in tiefe Rezessionen verursacht hat", hieß es.

    Die Einheit Europas, der USA und der anderen Länder ist auch bei der Gewährleistung der internationalen Sicherheit notwendig. "Für uns muss der Sicherheit eine Reduzierung und nicht eine Aufstockung von Rüstungen zu Grunde liegen", betonte er.

    Als eine der größten Prüfungen der Gegenwart bezeichnete Brown die Situation in Afghanistan. "Wir können es uns nicht leisten, diese Prüfung nicht zu bestehen, und wir werden sie bestehen."

    Trotz der vielen Probleme müsse man der Zukunft mit Optimismus entgegenschauen. "Dann wird 2008 nicht nur als ein Jahr der Finanzkrise in Erinnerung bleiben, sondern auch als ein Jahr des Optimismus und der richtigen Entscheidungen", betonte der britische Premier.

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