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    UN-Sicherheitsrat beschließt Sanktionen gegen somalische Piraten - Zusammenfassung

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    Vor dem Hintergrund der zunehmenden Piratenüberfälle vor Somalias Küste hat der UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen die Seeräuber beschlossen.

    NEW YORK, 21. November (RIA Novosti). Vor dem Hintergrund der zunehmenden Piratenüberfälle vor Somalias Küste hat der UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen die Seeräuber beschlossen.

    In einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution verschärfte das Weltgremium zudem das Waffenembargo gegen Somalia, das sich seit Jahren in einem Bürgerkrieg befindet.

    Der von Großbritannien vorgelegte Resolutionsentwurf sieht finanzielle Strafmaßnahmen wie das Einfrieren von Konten gegen "Personen und Organisationen" vor, die gegen das Embargo verstoßen oder die Hilfslieferungen für die somalische Bevölkerung behindern. Hierzu gehören vor allem Piraten, die regelmäßig Schiffe mit Hilfsgütern kapern.

    Konkrete Personen und Organisationen, gegen die die Sanktionen anzuwenden sind, sollen vom Sanktionsausschuss der Vereinten Nationen bestimmt werden. Auch einzelne Staaten sollen den auf der Liste stehenden Personen und Organisationen die Einreise auf ihr Territorium verwehren und deren Bankenkonten sperren. Außerdem wird in der Resolution ein koordiniertes Vorgehen der Weltgemeinschaft gegen die Piraten gefordert.

    Die Küste vor Somalia ist berüchtigt für Piratenüberfälle. In diesem Jahr hat die Piraterie enorm zugenommen. Nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) gab es allein in diesem Jahr 120 Piratenüberfälle, bei denen 35 Handelsschiffe entführt und rund 600 Menschen als Geiseln genommen wurden. Gegenwärtig seien 14 Schiffe und 280 Besatzungsmitglieder in Gewalt der Seeräuber.

    Am spektakulärsten waren die Entführungen des ukrainischen Frachters "Faina" mit Panzern und weiteren Waffen an Bord sowie des saudiarabischen Supertankers "Sirius Star", der Öl im Wert von 100 Millionen Dollar geladen hat.

    Die Regierung in Somalia, die wegen dem seit 15 Jahren andauernden Bürgerkrieg nicht in der Lage ist, den Piraten das Handwerk zu legen, stimmte dem internationalen Waffengang gegen sie zu. Vorige Woche hatte die Europäische Union beschlossen, den Kampf gegen die Piraten vor Somalia mit acht bis zehn Kriegsschiffen zu unterstützen. Die EU-Mission "Atalanta" soll in Koordinierung mit der Nato durchgeführt werden.

    Seit Ende Oktober befindet sich zudem das russische Küstenschutzschiff Neustraschimy im Golf von Aden, das bereits mehrere ausländische Frachtschiffe vor Piraten rettete.

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