21:57 21 Juni 2018
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    Osteuropäische Nato-Staaten als Störenfriede im Verhältnis zu Russland

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    Die Nato-Mitgliedschaft der baltischen Staaten und anderer ehemaliger Mitglieder des Warschauer Pakts ist dem russischen Experten Ruslan Puchow zufolge ein Instabilitätsfaktor in den Beziehungen zwischen Russland und dem Nordatlantikpakt.

    MOSKAU, 21. November (RIA Novosti). Die Nato-Mitgliedschaft der baltischen Staaten und anderer ehemaliger Mitglieder des Warschauer Pakts ist dem russischen Experten Ruslan Puchow zufolge ein Instabilitätsfaktor in den Beziehungen zwischen Russland und dem Nordatlantikpakt.

    All diese Staaten würden Russland als einen historischen Gegner betrachten, sagte Puchow, Direktor des Moskauer Zentrums für Strategie- und Technologieanalyse, am Freitag in einem Gespräch mit RIA Novosti. Deshalb sei die Nato für sie vor allem eine anti-russische Militärkoalition. Dem außenpolitischen Kurs vieler osteuropäischer Staaten liege das Streben zugrunde, Russland zu schwächen und dessen Einfluß zu beschneiden.

    Laut Puchow betrachten die politischen Eliten in osteuropäischen Staaten ihre "hypertrophe Loyalität" gegenüber dem Westen sowie ihre Lage als "Puffer" als ihren einzigen politischen Trumpf. Durch das ständige Schüren von Spannungen mit Russland erhoffen sie breitere Unterstützung des Westens.

    Deshalb seien die osteuropäischen Staaten nicht an Stabilität, sondern an Instabilität des Verhältnisses zwischen der Nato und Russland interessiert. Damit erkläre sich ihr Streben, immer wieder Krisen zu provozieren und die Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Westen lahmzulegen, sagte der Experte.

    Als Beispiel verwies Puchow auf den US-Raketenschild in Polen, der die Beziehungen mit Russland destabilisiert. Die Führung in Warschau rechne damit, dass sich dadurch der Stellenwert Polens als US-Verbündeter erhöhen wird.

    Die Osterweiterung der Nato habe die anti-russischen Tendenzen innerhalb des Nordatlantik-Bündnisses verstärkt, dessen westliche Mitglieder immer wieder zwischen Russland und ihren osteuropäischen Verbündeten wählen müssen, sagte der Experte.

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