02:08 21 September 2018
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    EU plant Mission der Wahrheit nach Südossetien-Krieg

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    Die EU-Mission für die Untersuchung des Südossetien-Kriegs hat nun den Codenamen "Mission der Wahrheit" bekommen.

    BRÜSSEL, 21. November (RIA Novosti). Die EU-Mission für die Untersuchung des Südossetien-Kriegs hat nun den Codenamen "Mission der Wahrheit" bekommen.

    Das erfuhr RIA Novosti am Freitag aus diplomatischen Kreisen in Brüssel.

    Die Untersuchung wird die frühere UN-Sonderbeauftragte für Georgien, die Schweizerin Heidi Tagliavini, leiten, die kommende Woche nach Brüssel kommen will, um das Format der Mission zu besprechen.

    Die Vollmachten der Mission, deren Experten Rechenschaftsberichte für die EU, die OSZE, die UNO, für Russland und Georgien vorbereiten werden, sollen Anfang Dezember bestätigt werden.

    Der russische EU-Botschafter Wladimir Tschischow hatte zuvor mitgeteilt, dass die EU eine unabhängige Untersuchung des georgisch-südossetischen Konflikts durchführen will, doch habe Moskau noch keinen offiziellen Vorschlag bekommen.

    In der Nacht zum 8. August hatte Georgien die südossetische Hauptstadt Zchinwali angegriffen und größtenteils zerstört. Bei dem Angriff starben etwa 1600 Zivilisten. Zehntausende mussten ins benachbarte Nordossetien (russische Teilrepublik) fliehen.

    Russland startete daraufhin eine Gegenoffensive, um Georgien zum Frieden zu zwingen. Am 26. August erkannte Moskau die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens an.

    Einige europäische Staaten beschuldigten Russland der unverhältnismäßigen Anwendung der Gewalt und riefen Moskau dazu auf, die Anerkennung der Unabhängigkeit der beiden Republiken zu revidieren. Zugleich nimmt die Skepsis in Europa in Bezug auf die Handlungen Georgiens in diesem Konflikt zu.

    Zwei hochrangige britische Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten bekannt gegeben, sie hätten überzeugende Beweise dafür, dass der Südossetien-Krieg von Georgien ausgelöst worden sei.

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