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    Internationaler Strafgerichtshof erhält Einsicht in georgische Kriegsverbrechen in Südossetien

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    Die Verfasser der Dokumentar-Sammlung "Zchinwali: Chronik der georgischen Aggression" schicken diese an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag als Beweis für die Aggression von Tiflis.

    MOSKAU, 21. November (RIA Novosti). Die Verfasser der Dokumentar-Sammlung "Zchinwali: Chronik der georgischen Aggression" schicken diese an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag als Beweis für die Aggression von Tiflis.

    Das sagte der Landungstruppen-Offizier, Walentin Poljanski, am Freitag vor der Presse.

    "Es gibt viele Beweise, dass die georgischen Behörden bereits seit den 90er Jahren eine Politik des Rassismus und des Faschismus durchgeführt haben. Wir stellen dem IStGH diesen Sammelband vor, in dem die Verbrechen des gegenwärtigen Regimes beschrieben sind", äußerte Poljanski auf einer Pressekonferenz von RIA Novosti zur Präsentation des Sammelbandes.

    Zuvor hatte die russische Gesellschaftskammer dem Ermittlungskomitee bei der Staatsanwaltschaft die gesammelten Zeugenmaterialien und Beweisgegenstände der georgischen Aggression geschickt, um Klagen an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg und an das IStGH in Den Haag vorzubereiten.

    Der Direktor des Moskauer Büros für Menschenrechte und Mitglied der russischen Gesellschaftskammer Alexander Brod hatte zuvor mitgeteilt, der Europäische Menschenrechtshof werde möglicherweise bereits im Mai des kommenden Jahres mit der Prüfung der Klagen von südossetischen Bürgern beginnen.

    Brod zufolge sind rund 2000 Klagen von Südosseten bei dem Gericht eingegangen, die Schadenersatzforderungen hinsichtlich ihrer Gesundheit, Verletzungen, dem Tod von Angehörigen und bezüglich der Entschädigung für moralischen, psychischen und materiellen Schaden enthalten.

    Brod zufolge sind "die Richter und das technische Personal des Gerichts schockiert von der Anzahl der Klagen, die gegen Georgien eingereicht wurden".

    Georgien hatte in der Nacht zum 8. August Truppen in seine abtrünnige Provinz Südossetien geschickt, um diese zurückzuerobern. Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwali weitgehend zerstört wurde, kostete hunderte Zivilisten das Leben. Zehntausende Südosseten mussten nach Russland fliehen.

    Daraufhin schickte Russland, das langjähriger Garant der Waffenruhe im Konflikt war, Truppen in die Region, um die georgische Armee zu verdrängen. 64 russische Friedenssoldaten starben während des georgischen Überfalls und der Kriegshandlungen.

    Am 26. August erkannte Russland Südossetien und Abchasien als unabhängige Staaten an.