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    Politologe nennt drei Gründe für Saakaschwilis Versagen

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    Im Vorfeld des fünften Jahrestages des Machtantritts von Michail Saakaschwili erklärt der Politologe Alexander Karawajew, warum sich die georgische „Rosenrevolution“ als Flop erwies, und attestiert ihrem Anführer eine „schizophrene Spaltung“.

    MOSKAU, 21. November (RIA Novosti). Im Vorfeld des fünften Jahrestages des Machtantritts von Michail Saakaschwili erklärt der Politologe Alexander Karawajew, warum sich die georgische „Rosenrevolution“ als Flop erwies, und attestiert ihrem Anführer eine „schizophrene Spaltung“.

    Am 23. November jährt sich die georgische „Rosenrevolution“ zum fünften Mal. Ende November 2003 war der damalige Präsident Eduard Schewardnadse nach schweren Unruhen in Tiflis zurückgetreten. Michail Saakaschwili kam an die Macht.

    Alexander Karawajew, Ressortchef für politische Prognosen am analytischen Zentrum der Moskauer Staatsuniversität, stellt nun in einem RIA-Novosti-Interview fest, dass der damalige Machtwechsel kaum positive Konsequenzen für Georgien hatte.

    „Saakaschwili hat eine schizophrene Spaltung an den Tag gelegt. Einerseits stützte er sich auf die Losungen, Georgien werde im Gegensatz zu weiteren GUS-Ländern ein demokratischer Staat sein. Andererseits entpuppt sich das heutige Georgien als einer der autoritärsten Staaten im postsowjetischen Raum“, hieß es.

    Das Versagen des georgischen Regimes sei auf drei Hauptfehler zurückzuführen.

    Erstens habe sich Saakaschwili dafür entschieden, die territoriale Integrität Georgiens mit Gewalt wiederherzustellen. Daraus sei der jüngste Südossetien-Krieg resultiert.

    Zweitens habe der georgische Präsident seine engsten Mitstreiter zu wenig geschätzt: „Ministerpräsident Surab Schwania, Parlamentspräsidentin Nino Burdschanadse, Außenministerin Salome Surabischwili - diejenigen, die den Kern der Rosenrevolution ausmachten, sind entweder tot oder am Rande seines Regimes gelandet. Andere mussten auswandern, um selbständige politische Aktivitäten zu betreiben“.

    Drittens habe Saakaschwili die Beziehungen zu Russland ruiniert: „Ein kleines Land wie Georgien, dass mit Russland wirtschaftlich, kulturell und politisch verbunden ist, kann sich aber ohne Russland nicht normal entwickeln“.

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