02:35 20 August 2017
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    Australien will Kooperation mit Russland in Atomenergiebranche ausbauen

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    LIMA, 24. November (RIA Novosti). Russlands Präsident Dmitri Medwedew und der australische Premierminister Kevin Rudd haben am Rande des APEC-Gipfels in Lima vereinbart, das bilaterale Zusammenwirken weiter auszubauen.

    "Im Ganzen entwickeln sich die bilateralen handelsökonomischen und überregionalen Beziehungen nicht schlecht. Aber sie können noch vervollkommnet werden", sagte Medwedew bei einem Treffen mit dem australischen Premierminister.

    Der australische Premier stellte fest, dass "sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf vielen Gebieten dynamisch entwickeln. Aber wir können darüber hinaus noch viele Branchen in unsere Kooperation einbeziehen."

    Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, hatte Australien Russland zugesichert, alles zu unternehmen, um die Blockade der Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Atomenergiebereich aufzuheben. Zuvor hatte sich das australische Parlament geweigert, die Vereinbarung im September nach dem Kaukasus-Konflikt zu ratifizieren.

    Am 18. September teilte Australien mit, dass es auf die Ratifizierung der Vereinbarung über die Lieferung von Kernbrennstoff nach Russland verzichte, und erklärte das damit, das Russland auf die Einhaltung der Verpflichtungen aus dem Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen (NPT-Vertrag) verzichten könne.

    Zuvor wurde bekannt, dass der Ausschuss für internationale Verträge des australischen Parlaments einen Bericht vorgelegt hatte, in dem der Regierung empfohlen wurde, die Vereinbarung über die Lieferung von Kernbrennstoff nach Russland nicht zu ratifizieren. Diese Vereinbarung sollte gegen Herbst 2008 ratifiziert werden.

    Der australische Premierminister erklärte damals, dass die Regierung Zeit für die Prüfung der Empfehlungen des Ausschusses brauchen würde, hob aber hervor, dass Australien zusammen mit den Regierungen anderer Länder die Beziehungen zu Russland im Zusammenhang mit den Ereignissen in Georgien besprechen werde.

    Im September 2007 hatten der Chef der Russischen Atomenergieagentur (Rosatom) Sergej Kirijenko und der australische Außenminister Alexander Downer die Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Nutzung der Atomenergie zu friedlichen Zwecken unterzeichnet. Diese Vereinbarung muss von den Parlamenten der beiden Länder ratifiziert werden.

    Gemäß dieser Vereinbarung soll Australien, das bei Uranvorräten in der Welt führend ist, Uran an Russland für die Verarbeitung und Nutzung in russischen Kernreaktoren liefern.

    Das frühere, 1990 unterzeichnete russisch-australische Abkommen ließ die Verarbeitung von Uran, das aus Australien nach Russland geliefert wurde, nur im Interesse von Drittländern zu.

    Australien verfügt ungefähr über die Hälfte aller Uranvorräte der Welt. Russland nimmt bei den erkundeten Uranvorräten, deren Gewinnung als rentabel gilt (über eine Million Tonnen), den dritten Platz in der Welt ein.