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    Brasiliens Präsident erwartet vom Besuch Medwedews Vertiefung der Beziehungen

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    Lateinamerika-Reise von Präsident Medwedew (21)
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    RIO DE JANEIRO, 24. November (RIA Novosti). Der Brasilien-Besuch des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew wird zu einer guten Möglichkeit für die Festigung des Zusammenwirkens zwischen den beiden Ländern.

    Diese Meinung äußerte der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva in einem Interview für russische Nachrichtenagenturen.

    Dmitri Medwedew wird vom 24. bis zum 26. November zu einem dreitägigen offiziellen Besuch in Brasilien weilen.

    Lula da Silva betonte die Notwendigkeit, den Außenhandelsumsatz zu steigern, und brachte die Hoffnung auf die Entwicklung der Zusammenarbeit mit Russland bei der Weltraumerschließung und in der internationalen Arena zum Ausdruck.

    "Das Treffen mit Präsident Medwedew ist eine Chance, unser Zusammenwirken bei solchen Fragen der internationalen Agenda wie die Weltfinanzkrise und unsere Handlungen nach dem G20-Treffen am 15. November in Washington zu festigen", sagte er.

    "Die strategische Partnerschaft mit Russland, die wir 2002 vereinbart haben, nimmt konkrete Formen in Wirtschaft, Handel, Wissenschaft, Technik und Energiebranche an", betonte der brasilianische Präsident.

    Er äußerte die Zufriedenheit mit der Dynamik des Wachstums des Außenhandelsumsatzes zwischen den beiden Ländern.

    Laut Lula da Silva ist die Entwicklung der Wirtschaftskooperation und des Handels eines der vorrangigen Elemente der strategischen Partnerschaft zwischen Brasilien und Russland, auf dessen Grundlage die Länder gegen 2010 den Außenhandelsumsatz in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar erreichen können.

    "Die Weltraumforschung ist eine der vorrangigen Branchen bei unserer strategischen Partnerschaft. Russland hat auf diesem Gebiet Erfahrungen und Kenntnisse, die in der ganzen Welt anerkannt sind. Und Brasilien rechnet auf die Zusammenarbeit bei der Entwicklung seiner Trägerrakete VLS-1 sowie auf Hilfe bei der Personalausbildung", sagte der brasilianische Staatschef.

    Er würdigte auch das Potential der brasilianisch-russischen Kooperation in der Erdöl- und Erdgasbranche.

    "Die technologische Partnerschaft zwischen der Erdöl- und Erdgasholding Petrobras und der russischen Gasholding Gazprom ist eines der Ziele dieser Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang war es besonders angenehm zu erfahren, dass Gazprom plant, im kommenden Jahr eine Vertretung in Brasilien zu eröffnen", betonte Luiz Inacio Lula da Silva.

    "Als Entwicklungsländer und BRIC-Mitgliedsländer (Brasilien, Russland, Indien und China) müssen Russland und Brasilien die Koordinierung ihrer Bemühungen zur Änderung des internationalen Finanzsystems fortsetzen", sagte Lula da Silva.

    Der brasilianische Präsident bezeichnete die Entscheidung über eine größere Beteiligung der Entwicklungsländer an den Instituten und Mechanismen der Weltverwaltung als besonders wichtig und historisch.

    "Zu all diesen Themen müssen Brasilien und Russland gemeinsam handeln", resümierte Brasiliens Präsident.

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