15:52 17 August 2017
SNA Radio
    Politik

    Polens Parlamentschef Komorowski bezeichnet Vorfall mit Kaczynski als nicht ernst

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 12
    WARSCHAU, 24. November (RIA Novosti). Der polnische Parlamentschef Bronislaw Komorowski hat den angeblichen Beschuss von Präsident Lech Kaczynski an der Grenze zwischen Georgien und Südossetien als nicht ernst bezeichnet.

    Es sei wohl ein blinder Scharfschütze gewesen, der aus einer Entfernung von nur 30 Metern sein Ziel verfehlte, sagte Komorowski, einst polnischer Verteidigungsminister, am Montag. Er räumte ein, dass der Vorfall die polnisch-russischen Beziehungen belasten werde.

    Komorowski forderte Aufklärung darüber, wer die Reise Kaczynskis in die unsichere Region genehmigt habe. Auch müsse geklärt werden, warum der Journalistenbus nicht wie üblich hinter, sondern vor der Präsidentenkolonne gefahren sei und warum zum Zeitpunkt des Beschusses keine Leibwächter neben Kaczynski gewesen seien.

    Bei einem Besuch von Präsident Michail Saakaschwili und Polens Staatschef Kaczynski am Sonntag an der Grenze zwischen Georgien und Südossetien fielen georgischen Angaben zufolge in der Nähe Schüsse. Niemand wurde verletzt. Die Regierung in Tiflis machte die russischen Truppen für den Beschuss verantwortlich. Russland wies die Vorwürfe zurück und sprach von einer Inszenierung.

    Das polnische Außenministerium erklärte unterdessen, ihm lägen keine bestätigten Informationen vor, dass an dem Vorfall russische Soldaten beteiligt gewesen wären. Außenamtssprecher Piotr Paszkowski sagte, dass der Besuch an der Grenze zu Südossetien nicht auf Kaczynskis Aufenthaltsprogramms gestanden habe. Die Reiseroute sei im letzten Moment vom georgischen Präsidenten Saakaschwili geändert worden.

    Auf einer Pressekonferenz ließen Kaczynski und Saakaschwili die Frage unbeantwortet, warum an der Grenze zum Zeitpunkt des Vorfalls georgische Journalisten gewesen seien, wenn die Entscheidung, dorthin zu reisen, im letzten Moment getroffen worden sei.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete den Vorfall als Provokation. Dies sei bereits nicht das erste Mal, dass die Georgier etwas vortäuschen, um dann Russland zu beschuldigen, sagte der Minister. Er erinnerte daran, dass die georgische Führung im August 2007 bereits einen angeblichen russischen Bombenabwurf inszeniert hatte.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren