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    NATO-Beitritt: Georgien muss zuerst Konflikte um Zchinwali und Suchumi beilegen - Experte

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    Georgien wird kein NATO-Mitglied, solange der Konflikt um die einstigen georgischen Gebiete Abchasien und Südossetien nicht beigelegt ist.

    MOSKAU, 24. November (RIA Novosti). Georgien wird kein NATO-Mitglied, solange der Konflikt um die einstigen georgischen Gebiete Abchasien und Südossetien nicht beigelegt ist.

    Diese Ansicht vertrat Viktor Kremenjuk, stellvertretender Direktor des Instituts für USA und Kanada der Russischen Akademie der Wissenschaften, am Montag in Moskau. "Gegenwärtig kann von einer NATO-Mitgliedschaft Georgiens keine Rede sein. Der jüngste Konflikt um Südossetien hat die Aufnahme (von Tiflis) unmöglich gemacht", sagte er in einem RIA-Novosti-Gespräch.

    Mit dem Machtantritt der neuen Administration von Präsident Barack Obama in den USA würden die mit dem NATO-Beitritt von Georgien und der Ukraine zusammenhängenden Fragen auf die lange Bank geschoben. "Das umso mehr, als der größte Teil der Bevölkerung in der Ukraine gegen eine NATO-Mitgliedschaft ihres Landes ist ... Obama könnte der Führung in Kiew vorschlagen, die eigene Bevölkerung (von der Notwendigkeit eines Beitritts) zu überzeugen, während die Führung in Tiflis das Problem Abchasiens und Südossetiens wird lösen sollen. Die Aufnahme Georgiens in die Allianz könnte zu einer (bewaffneten) Konfrontation zwischen der NATO und Russland führen und die Lage in der Region destabilisieren", sagte der Experte.

    Zu den Beziehungen zwischen den USA und Russland unter dem neuen US-Präsidenten sagte Kremenjuk, Obama werde nicht den Weg seines Vorgängers George W. Bush gehen. "Unter der neuen US-Administration wird die Wahrscheinlichkeit der Überwindung der gegenwärtigen Krise in den Beziehungen zwischen beiden Ländern größer", hieß es.

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