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    Albaner im Kosovo und Albanien schließen Vereinigung nicht aus - Krasniqi

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    BELGRAD, 28. November (RIA Novosti). Die Albaner im Kosovo und in Albanien schließen ihre Vereinigung nicht aus, sollte die internationale Gemeinschaft von den drei wichtigsten Prinzipien des Kosovo-Status abkehren.

    Das erklärte der Kosovo-Parlamentspräsident Jakup Krasniqi am Freitag in Pristina nach einem Treffen mit dem Chef der Sozialistischen Partei Albaniens, Edi Rama, wie die Belgrader Nachrichtenagentur Beta meldete. "Wenn jemand versucht, die Erklärung der Kontaktgruppe und ihre drei Prinzipien zu revidieren, könnten auch die Albaner (im Kosovo über die Vereinigung mit Albanien) nachdenken. Das ist ihr gutes Recht", sagte Krasniqi.

    Die Kontaktgruppe, zu der die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Italien gehören, war im Rahmen der UNO zur Bestimmung des Status des Kosovo gebildet worden. Die von Krasniqi erwähnten Prinzipien lauten: Unteilbarkeit des Kosovo, keine Vereinigung des Kosovo mit anderen Territorien bzw. Ländern und keine Rückkehr des Status der Provinz zum Stand von 1999.

    Krasniqis Worte waren die erste Erklärung eines ranghohen Kosovo-Politikers, in der eine Anspielung auf die Vereinigung zwischen Albanien und dem Kosovo enthalten ist. Die Erklärung wurde vor dem Hintergrund einer zwischen Serbien und den UN erzielten Vereinbarung abgegeben, die nach Ansicht von Pristina zur Verletzung der territorialen Integrität des Kosovo führen kann.

    Die Vereinbarung enthält sechs Aspekte der Verwaltung in serbischen Enklaven im Kosovo - Polizei, Zoll, Gerichssystem, Transport und Infrastruktur, Grenzen und Erhaltung des serbischen Kulturerbes in der Region. Geplant ist, dass die Verwaltung in diesen Bereichen in Umgehung Pristinas von örtlichen serbischen Behörden unter Kontrolle einer UN-Mission übernommen wird.

    Die albanischen Behörden im Kosovo lehnen diesen Plan ab. Er bedeute die Schaffung paralleler Machtstrukturen und könne zur Spaltung des Kosovo in einen kleineren serbischen und einen größeren albanischen Teil führen, hieß es in Pristina.

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