12:33 20 November 2018
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    UN-Vollversammlung verurteilt auf Initiative Moskaus Heroisierung von Nazismus

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    NEW YORK, 18. Dezember (RIA Novosti). Die UN-Vollversammlung hat am Donnerstag auf Initiative Russlands eine Resolution angenommen, in der die Verherrlichung des Nazismus verurteilt wird.

    Für die Resolution stimmten 129 Delegationen bei 54 Enthaltungen. Die USA und die Marshallinseln votierten dagegen. Russland hatte zuvor die Politik und Handlungen der Behörden mehrer Länder heftig kritisiert, darunter Estlands, Lettlands und der Ukraine. Es handele sich um die Heroisierung von Angehörigen der Waffen-SS, um die Vernichtung von Denkmälern für sowjetische Soldaten, um Rassendiskriminierung, Xenophobie und der damit verbundenen Unduldsamkeit.

    Die UNO verurteilt auch Versuche, jene Mitglieder "nationaler Befreiungsbewegungen" als Helden hinzustellen, die mit den Nazisten kollaboriert und gegen die Anti-Hitler-Koalition gekämpft hatten.

    Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hatte vor kurzem den Anführer der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA), Stepan Bandera, die während des Zweiten Weltkrieges auf der Seite des faschistischen Deutschland gekämpft hatte, zum nationalen Helden gehoben. Der UPA-Gründungstag gilt in der Ukraine jetzt als Nationalfeiertag.

    In Lettland finden jedes Jahr Versammlungen ehemaliger Angehöriger der lettischen Legion Waffen-SS. Präsident Valdis Zatlers erklärte im März, er halte die lettischen SS-Legionäre nicht für Nazisten. Indes hatten mehrere von ihnen an Massenermordungen von Juden und Vertretern anderer Nationalitäten in Lettland und Weißrussland teilgenommen.

    Ähnliche Versammlungen ehemaliger Legionäre finden auch jedes Jahr in Estland statt, an denen auch Parlamentsabgeordnete und andere Offizielle teilnehmen. Im April 2007 wurde in der estnischen Hauptstadt Tallinn der so genannte "Bronzene Soldat" demontiert und die Überreste der während der Befreiung der Stadt gefallenen sowjetischen Soldaten umgebettet.

    Die Delegationen der Ukraine, Estlands und Lettlands enthielten sich der Stimme. Unter den Befürwortern der Resolution sind alle Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) bis auf die Ukraine und Moldawien. Dabei sind Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan Mitautoren des Dokuments. Die EU-Länder enthielten sich solidarisch der Stimme.

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