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    Gasstreit: EU bezeichnet Lieferkürzung als unannehmbar - MEHR

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    Neuer Gasstreit Russland - Ukraine (207)
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    Das EU-Vorsitzland Tschechien und die EU-Kommission haben die Kürzung der Lieferungen des russischen Erdgases durch die Ukraine nach Europa als „absolut unannehmbar" bezeichnet.

    BRÜSSEL, 06. Januar (RIA Novosti). Das EU-Vorsitzland Tschechien und die EU-Kommission haben die Kürzung der Lieferungen des russischen Erdgases durch die Ukraine nach Europa als „absolut unannehmbar" bezeichnet.

    In einer gemeinsamen Erklärung am Dienstag riefen sie Moskau und Kiew auf, unverzüglich die Gaslieferungen nach Europa in vollem Umfang wieder aufzunehmen und schnellstens in Verhandlungen zu treten, um ihren gegenseitigen Geschäftsstreit beizulegen.

    Eine diplomatische Quelle in Brüssel teilte RIA Nowosti indes mit, dass die Europäische Union Russland und die Ukraine „auf delikate Weise" unter Druck setzen wolle, um zur Beilegung des Konfliktes zu zwingen.

    Der russische Gaslieferant Gazprom hatte am 1. Januar der Ukraine den Gashahn zugedreht, weil Kiew die Gasschulden für 2008 nicht beglichen und eine Preiserhöhung für 2009 abgelehnt hatte. Seine europäischen Kunden, die russisches Gas im Transit durch die Ukraine beziehen, belieferte Gazprom weiter im vollen Umfang.

    Auch die Ukraine behauptete zunächst, den Gastransit ohne Einschränkung zu gewährleisten. Doch in Polen, Rumänien und Bulgarien kam weniger russisches Gas an als vertraglich zugesichert. Gazprom warf der Ukraine vor, das Transitgas unbefugt für sich abzuzweigen.

    Am Montag hatte Gazprom mitgeteilt, dass die Ukraine allein in den vergangenen 24 Stunden 60 Millionen Kubikmeter Gas aus dem Transitrohr gestohlen habe. Der Konzern kündigte an, die Gaslieferungen Richtung Ukraine um die Menge kürzen, die vom Nachbarstaat jeweils täglich abgezweigt wird. Gazprom-Chef Miller forderte den ukrainischen Energieversorger Naftogas auf, die ausfallende Menge aus eigenen Reserven auszugleichen.

    Daraufhin stellte die Ukraine in der Nacht zum Dienstag den Transit des russischen Erdgases nach Bulgarien, Griechenland, Kroatien und Mazedonien sowie an die Türkei völlig ein. Auch Österreich, Tschechien und Ungarn meldeten Lieferengpässe. Die Türkei teilte mit, dass Russland als Ausgleich die Lieferungen durch die Pipeline South Stream gesteigert habe.

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