21:20 18 Dezember 2018
SNA Radio
    Politik

    Timoschenko greift Juschtschenko erneut wegen Griwna-Abwertung an

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    KIEW, 22. Januar (RIA Novosti). Nach einer aus der Gaskrise resultierten Pause ist die ukrainische Regierungschefin Timoschenko über Präsident Juschtschenko und Zentralbankchef Stellmach erneut mit dem Vorwurf der absichtlichen Abwertung der Nationalwährung hergefallen.

    „Die zuständige Untersuchungskommission hat festgestellt, dass die Aktivitäten der Zentralbank auf eine drastische Griwna-Abwertung hinausgelaufen sind“, sagte Julia Timoschenko am Donnerstag auf einer Pressekonferenz.

    Die Zentralbank habe auch einigen ukrainischen Banken unbegründet hohe Kredite gewährt.

    „All dies wird auf direkte Anordnung von Präsident Viktor Juschtschenko getan“, betonte Timoschenko und forderte erneut Stellmachs Rücktritt.

    Noch vor dem Pipeline-Konflikt mit Russland hatte Timoschenko erstmals diesen Vorwurf erhoben. Am 18. Dezember sagte die Regierungschefin, die Zentralbank habe diese Griwna-Affäre in Absprache mit Juschtschenkos Umfeld abgewickelt, damit eine „kleine Gruppe von Personen“ davon profitiere.

    „Ich fordere vom Präsidenten, den Zentralbankchef mit dem gesamten Vorstand zu entlassen. Wenn er das nicht tut, gehen wir auf diese Frage im Parlament ein“, hieß es damals.

    Tatsächlich hatte das Parlament am 26. Dezember dem Zentralbankchef sein Misstrauen ausgesprochen. Der Präsident weigert sich trotzdem nach wie vor, Stellmach zu entlassen.

    Der Kurs der ukrainischen Währung zum US-Dollar war innerhalb einiger Monate von 5:1 auf 8:1 gefallen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren