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    Russland erneuert Anti-Krisen-Vorschläge zum G20-Gipfel

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    NEW YORK, 23. Januar (RIA Novosti). Igor Jurgens, Vizepräsident des russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes, hat „erneuerte“ Anti-Krisen-Vorschläge zum G20-Gipfel angekündigt und Barack Obamas Haushaltspläne kritisiert.

    „Beim Weltfinanzgipfel in Washington haben wir unsere Vorschläge schon gemacht. Beim Londoner G20-Treffen im April wollen wir sie erneuern“, sagte Jurgens am Donnerstagabend (Ortszeit) vor Journalisten in New York.

    Die russische Initiative beinhalte drei Kooperationsebenen im globalen Finanzbereich.

    Erstens gehe es darum, die „Liquidität der bestehenden Finanzinstitutionen zu erhöhen“. Die USA, Europa und Russland konnten zwar die Funktionsfähigkeit ihrer Finanzsysteme beibehalten, das „weltweite Interbanken-System funktioniert aber nicht“, hieß es. Auf diesem Gebiet seien nun gemeinsame Bemühungen erforderlich.

    „Als Ökonom bis ich von Obamas Erklärung, er plane für Jahre ein Etatdefizit in Billionenhöhe, wenig begeistert. Womit will er diese Lücke ausfüllen?“, so Jurgens.

    Zweitens seien neue weltweite „Regulierungsstandards“ nötig, um die Übersättigung des Weltfinanzsystems mit nicht gedeckten Wertpapieren zu verhindern.

    Drittens gehe es darum, wie viel Geld von welchen Staaten in Umlauf gebracht werde und welche Währungen „am berechenbarsten“ seien. Die Operationen auf diesem Gebiet sollten weniger riskant sein, als die jüngsten Dollar-Emissionen der US-Regierung, betonte Jurgens.