23:04 22 Oktober 2017
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    Usbekistan reagiert zurückhaltend auf Obamas Afghanistan-Initiative

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    TASCHKENT, 23. Januar (RIA Novosti). Usbekistan begrüßt das Herangehen des neuen US-Präsidenten Barack Obama an die Lösung des Afghanistan-Problems, hält es aber für verfrüht, dessen Effektivität zu bewerten.

    Das erklärte der usbekische Präsident Islam Karimow am Freitag auf einer Pressekonferenz nach den usbekisch-russischen Verhandlungen.

    "Dass der neue US-Präsident derzeit Entscheidungen über ein neues Herangehen an die Lösung des Afghanistan-Problems trifft, ist natürlich bemerkenswert. Wir begrüßen dieses Herangehen. Wir werden aber die Ergebnisse erst dann sehen, wenn wir an konkreten Beispielen spüren, ob das die Lage Afghanistans erleichtern wird oder nicht", sagte Karimow.

    Er hob hervor, es sei für die ganze Welt und alle Länder, die in den Konflikt in Afghanistan einbezogen sind, offensichtlich, dass es unmöglich ist, auf militärischem Wege Stabilität und Frieden in dieser Region zu erreichen.

    Karimow verwies darauf, dass Usbekistan vorschlage, dieses Problem nur durch die Einbeziehung aller Länder der Region in diesen Prozess zu lösen.

    "Kein Land, das an Afghanistan angrenzt, darf der Lösung dieses Problem fernbleiben", betonte Karimow.

    Je länger sich ausländische Truppen auf dem afghanischen Territorium aufhielten, desto mehr würden sie von der dortigen Bevölkerung als Besatzer betrachtet, was zu einer Eskalation des Konflikts führe, hob der usbekische Präsident hervor.