03:55 17 Oktober 2017
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    Saakaschwili bezeichnet Putin als Erzfeind Georgiens

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    Der georgische Präsident Michail Saakaschwili hat den russischen Regierungschef Wladimir Putin für den August-Krieg von 2008 verantwortlich gemacht.

    TIFLIS, 23. Januar (RIA Novosti). Der georgische Präsident Michail Saakaschwili hat den russischen Regierungschef Wladimir Putin für den August-Krieg von 2008 verantwortlich gemacht.

    Bislang sei nur (der persische) Schah Abbas der größte Erzfeind Georgien gewesen, sagte Saakaschwili am Freitag life im Ersten Kanal des georgischen Fernsehens. (Schah Abbas hatte 1615 einen Aufstand der Georgier in Tiflis blutig niedergeschlagen - Anm. der Redaktion.)

    "Dagegen betrachten wir das russische Volk nicht als einen Feind. Ich bin bereit, eine Einigung mit den Russen auch zu den kompliziertesten Fragen zu erzielen, sollte sich die Möglichkeit eines Dialogs bieten." In diesem Zusammenhang plädierte Saakaschwili für eine aktivere Volksdiplomatie.

    "Eine prinzipielle Frage ist die territoriale Integrität Georgiens. Die Gewähr für ihre Wiederherstellung ist die Staatlichkeit Georgiens. Wenn die Staatlichkeit ruiniert wird, werden wir wieder für lange Zeit Sklaven, wie das bereits in der Geschichte der Fall war. Und unser Feind, der seine Sache noch nicht abgeschlossen hat, ist sich darüber im Klaren."

    Saakaschwili sagte ferner, dass die Unabhängigkeit von Südossetien und Abchasien neben Russland bislang niemand bis auf den "verrückt gewordenen Präsidenten Nicaraguas" anerkannt habe.

    Der Ausweg für Georgien führe über die Festigung der Wirtschaft, über die weitere Integration mit Europa und über die Annäherung an die NATO. "Wenn wir uns nicht erholen, wenn wir unsere Wirtschaft nicht retten, ... wenn wir die mit den USA unterzeichnete Charta nicht erfüllen, wird niemand in Moskau uns jeweils ernst nehmen", erklärte der georgische Präsident.