04:04 17 Oktober 2017
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    Geheimdienstbericht über neue Gas-Krise sorgt weiter für Aufsehen

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    Während Gazprom weitere langfristige Vereinbarungen mit der Ukraine nicht ausschließt, erregen tschechische Geheimdienstberichte über mögliche erneute Lieferengpässe immer mehr Aufsehen.

    MOSKAU, 25. Januar (RIA Novosti). Während Gazprom weitere langfristige Vereinbarungen mit der Ukraine nicht ausschließt, erregen tschechische Geheimdienstberichte über mögliche erneute Lieferengpässe immer mehr Aufsehen in Europa.

    Während des jüngsten Pipeline-Krise habe Russland die EU-Länder, darunter auch die Slowakei, ausgenutzt, um die Ukraine unter Druck zu setzen, sagte der ehemalige slowakische Außenminister Eduard Kukan. Heute ist er ein Abgeordneter des slowakischen Parlaments.

    „Der Kreml hat gezeigt, dass er fähig ist, jede bestehende Differenz ausgezeichnet zu instrumentalisieren... Russland hat Europa erniedrigt", so Kukan am Sonntag im slowakischen Radio.

    Er stimmte den jüngsten tschechischen Geheimdienstberichten zu, laut denen es zu erneuten Lieferengpässen kommen werde. „Ich glaube, das wird sich wiederholen", sagte Kukan.

    Vor einigen Tagen hatte der Chef des tschechischen Parlamentsausschusses für Sicherheit, Frantisek Bublan, behauptet, den Abgeordneten lägen „umfassende Berichte der Inland- und Auslandsgeheimdienste" darüber vor, dass Russland früher oder später seine Lieferungen über die Ukraine erneut unterbreche.

    Es gebe geschäftliche und politische Faktoren, die einen neuen Pipeline-Konflikt zwischen Moskau und Kiew provozieren könnten. „Das ist nur eine Frage der Zeit", so Bublan.

    Der russische Energieriese Gazprom hat unterdessen weitere lanfristige Vereinbarungen mit dem ukrainischen Konzern Naftogaz nicht ausgeschlossen.

    „Eine noch längere Vertragslaufzeit, etwa 20 bis 30 Jahre, kann in Erwägung gezogen werden", sagte Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew am Samstagabend im Fernsehsender Rossia.

    Der aktuelle Gas-Vertrag zwischen Moskau und Kiew, der kürzlich die Wiederaufnahme der russischen Transitlieferungen nach Europa ermöglicht hat, gilt bis 2019. Die Chefs von Gazprom und Naftogaz unterzeichneten ihn am 19. Januar in Gegenwart von Wladimir Putin und Julia Timoschenko.