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    Rogosin führt informelles Treffen mit Botschaftern der NATO-Länder durch

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    Der ständige russische Vertreter bei der NATO, Dmitri Rogosin, wird am Montag in Brüssel ein informelles Treffen mit den Botschaftern der 26 Mitgliedsländer des nordatlantischen Bündnisses durchführen.

    BRÜSSEL, 26. Januar (RIA Novosti). Der ständige russische Vertreter bei der NATO, Dmitri Rogosin, wird am Montag in Brüssel ein informelles Treffen mit den Botschaftern der 26 Mitgliedsländer des nordatlantischen Bündnisses durchführen.

    Das wurde RIA Novosti bei der russischen ständigen Vertretung mitgeteilt.

    Das Treffen wurde am 19. Dezember 2008 bei einer Begegnung Rogosins mit dem Generalsekretär der Allianz, Jaap de Hoop Scheffer, vereinbart. Die Außenminister der NATO-Länder erteilten ihm Anfang Dezember ein Mandat für die Wiederaufnahme der umfassenden Zusammenarbeit mit russischen Vertretern im Rahmen des Russland-NATO-Rates.

    Wie Rogosin nach dem Treffen betonte, könnten Russland und die NATO im Laufe einiger Monate einen annehmbaren Stand der Zusammenarbeit erreichen.

    "Derzeit haben wir ein rein politisches Niveau der Kontakte erreicht. Ihre Intensität wird von der Bereitschaft der NATO selbst abhängen, jene Fehler zu verstehen, die bei der Kaukasus-Tragödie zugelassen worden waren", sagte Rogosin damals zu Journalisten.

    Er hob hervor, dass die Seiten im Prozess der Wiederherstellung des Vertrauens in Zukunft Vereinbarungen über die Verhinderung von Situationen erzielen müssen, bei denen "militärische Gewalt für die Befriedigung politischer Ambitionen angewendet wird".

    Scheffer erklärte seinerseits bei einem Neujahrstreffen mit Journalisten, dass es verfrüht sei, über eine umfassende Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen der NATO und Russland zu sprechen, die von der Allianz im Zusammenhang mit dem georgisch-südossetischen Konflikt einseitig abgebrochen worden sind.

    Nach seinen Angaben werden die Außenminister der NATO-Länder bei einem bevorstehenden Treffen im März in Brüssel, an dem erstmals die neue US-Außenministerin Hillary Clinton teilnehmen wird, die NATO-Russland-Beziehungen substantiell besprechen.

    "Ich arbeite an einer etappenweisen Wiederherstellung der Beziehungen mit Russland", sagte Scheffer und brachte seine Genugtuung über den Verlauf der Verhandlungen mit dem russischen NATO-Botschafter Dmitri Rogosin zum Ausdruck.

    Er betonte, dass die Positionen der Seiten zu einer Reihe von anderen Fragen der internationalen Sicherheit, unter anderem bei der Raketenabwehr, dem Kosovo und dem Vertrag über die konventionellen Streitkräfte in Europa, nicht übereinstimmen. Ungeachtet dessen "brauchen wir einander".

    Die Beziehungen zwischen Russland und der NATO hatten sich nach den von Georgien am 8. August 2008 begonnenen militärischen Handlungen in Südossetien zugespitzt.

    Russland schickte zum Schutz der Angehörigen seiner Friedenskräfte und der Einwohner der Republik, von denen viele russische Staatsbürger sind, Militäreinheiten in die Region.

    Die Allianzländer warfen Russland eine unverhältnismäßigen Gewaltanwendung und strichen alle Sitzungen des NATO-Russland-Rates.

    Als Antwort beschloss Russland, eine Reihe von Gemeinschaftsprogrammen mit der Allianz einzufrieren. Es setzte unter anderem die Teilnahme am Programm "Partnerschaft für Frieden", das Zusammenwirken bei Friedensaktivitäten und die Arbeit des NATO-Informationsbüros in Moskau aus und verzichtete auf einen Moskau-Besuch des NATO-Generalsekretärs.

    Außerdem wurden alle gemeinsamen Übungen und die Flottenbesuche von NATO-Schiffen in russischen Häfen aufgehoben.

    Zugleich führte Russland jedoch die Arbeitsgruppen des Russland-NATO-Rates für die Kontrolle über konventionelle Waffen und für die Zusammenarbeit im Luftraum weiter.

    Die Zusammenarbeit mit der NATO bezüglich Afghanistan wurde ebenfalls nicht ausgesetzt.