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    Brzezinski: Aufstellung von US-Raketenschild hängt von Verhalten Moskaus ab

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    Die Aufstellung des US-Raketenschildes in Polen hängt laut dem amerikanischen Chefstrategen Zbigniew Brzezinski vom Verhalten des Kreml ab.

    WARSCHAU, 26. Januar (RIA Novosti). Die Aufstellung des US-Raketenschildes in Polen hängt laut dem amerikanischen Chefstrategen Zbigniew Brzezinski vom Verhalten des Kreml ab.

    "Der Kongress ist skeptisch in dieser Frage. Ich weiß nicht, ob er unter den Bedingungen der Finanzkrise dieses aufwendige Projekt finanziert", sagte Brzezinski, einst Jimmy Carters Sicherheitsberater, am Montag in einem Interview für den polnischen Rundfunk.

    Nach seinen Worten werden die USA sehr wahrscheinlich die Finanzierung beschneiden und das Projekt auf Eis legen. "Wenn Moskau aber weiter mit dem Säbel rasselt, dann wird das die Umsetzung des ABM-Abkommens beschleunigen", sagte Brzezinski. Wenn die Russen jedoch ausgewogener vorgingen, wäre eine rationale Lösung nicht ausgeschlossen.

    Die USA wollen eine Radaranlage in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen stationieren, um sich angeblich vor einem Raketenüberfall aus Iran zu schützen. Der Radar soll tschechischen Brdy stationiert werden und das russische Territorium bis zum Ural-Gebirge abtasten können.

    Russland sieht den Raketenschild gegen sich gerichtet und droht, in seiner westlichen Ostsee-Exklave Kaliningrad Kurzstreckenraketen aufzustellen, um das amerikanische Abwehrsystem im Kriegsfall neutralisieren zu können.

    Im Streit um die Raketenabwehr hatte Russland 2007 den USA eine gemeinsame Nutzung der Radaranlage Gabala in Aserbaidschan (Südkaukasus) vorgeschlagen, mit der das iranische Gebiet besser abgetastet werden könne. Im Gegenzug sollen die USA auf die Aufstellung der Raketenabwehr in Europa verzichten. Die Bush-Regierung lehnte dies ab.

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