04:00 17 Oktober 2017
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    Kreml warnt Juschtschenko vor Verzicht auf Gas-Vertrag

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    Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Regierungschefs Wladimir Putin, hat die ukrainische Führung vor der Revision des Gas-Vertrages mit Moskau gewarnt und die „orange Revolution“ als Ursprung der Pipeline-Krise gebrandmarkt.

    MOSKAU, 27. Januar (RIA Novosti). Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Regierungschefs Wladimir Putin, hat die ukrainische Führung vor der Revision des Gas-Vertrages mit Moskau gewarnt und die „orange Revolution“ als Ursprung der Pipeline-Krise gebrandmarkt.

    „Sowohl in Moskau als auch in vielen europäischen Hauptstädten hofft man heute darauf, dass der ukrainische Präsident den geschlossenen Gas-Vertrag nicht revidiert und somit keine neuen Lieferengpässe verursacht“, sagte Peskow am Dienstag im Radiosender „Stimme Russlands“.

    Die Pipeline-Krise sei auf die politische Instabilität zurückzuführen. Der Ursprung für diese Instabilität bestehe darin, dass die USA und weitere Länder die „orange Revolution“ unterstützt hätten.

    „Die jüngste Kritik seitens Putin ist deshalb keine Sensationsnachricht. Er hat ja nie seine Enttäuschung darüber verheimlicht, dass die USA damals solch eine einseitige Position eingenommen und solch eine unkonstruktive Rolle bei der Bestimmung der ukrainischen Zukunft gespielt hatten“, so Peskow.

    Somit drückte sich Peskow allerdings viel deutlicher aus, als sein Chef am Vortag. In einem Bloomberg-Interview hatte Putin gesagt, die aktuellen Probleme in der Ukraine seien in einem gewissen Maße darauf zurückzuführen, dass die Bush-Regierung und die EU einst Vorgänge unterstützt hätten, bei denen Verstöße gegen die ukrainische Verfassung während Straßenkundgebungen ermöglicht worden seien.