20:41 17 Oktober 2017
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    UN-Flüchtlingskommissar in Fall des angeblich desertierten Russen in Georgien eingeschaltet

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    Die Schweiz, die nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Moskau und Tiflis die russischen Interessen in Georgien vertritt, will das Amt des UN-Flüchtlingskommissars (UNHCR) in den Streit um den russischen Soldaten Alexander Gluchow einschalten.

    TIFLIS, 28. Januar (RIA Novosti). Die Schweiz, die nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Moskau und Tiflis die russischen Interessen in Georgien vertritt, will das Amt des UN-Flüchtlingskommissars (UNHCR) in den Streit um den russischen Soldaten Alexander Gluchow einschalten.

    Das russische Verteidigungsministerium hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass Georgiens Geheimdienste Gluchow in Südossetien gekidnappt hätten. Die georgische Seite veröffentlichte daraufhin ein Video, auf dem Gluchow gesteht, von seiner Militäreinheit im südossetischen Achalgori geflüchtet zu sein. Er bittet den georgischen Präsidenten um politisches Asyl.

    Das russische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, Gluchow sei verschleppt und zum Asylgesuch offenbar durch psychologischen Druck und Drohungen gezwungen worden. Moskau forderte eine Rückführung der Geisel, die georgische Seite lehnte das ab. In Russland drohe dem Soldaten eine "lebenslange Haft", hieß es zur Begründung.

    Der georgische Außenminister Grigol Waschadse sagte am Mittwoch vor Journalisten, er habe den Schweizer Botschaft aufgefordert, Gluchow aufzusuchen, um sich davon zu überzeugen, dass seine Rechte in Georgien nicht verletzt würden. Die Schweizer Botschaft habe diese Angelegenheit jedoch an das Amt des UN-Flüchtlingskommissars weitergeleitet, hieß es aus dem georgischen Außenamt.

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