13:07 19 Oktober 2017
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    Ukrainischer Zollchef fällt offenbar Pipeline-Konflikt zum Opfer

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    KIEW, 28. Januar (RIA Novosti). Der Pipeline-Konflikt zwischen Moskau und Kiew zieht Kreise: Der ukrainische Zollchef Waleri Choroschkowski, der sich der Regierungschefin in Sachen Gasspeicher widersetzte, hat seinen Job verloren.

    Wie der Pressedienst der ukrainischen Regierung mitteilte, wurde Choroschkowskis Entlassung in einer Kabinettssitzung am Mittwoch einstimmig beschlossen.

    Über den Rausschmiss des Zollchefs wurde spekuliert, seit er erklärt hatte, das sich in den ukrainischen unterirdischen Speichern befindende Erdgas gehöre nach wie vor dem Schweizer Zwischenhändler RosUkrEnergo. Somit ging Choroschkowski faktisch auf eine Konfrontation mit Regierungschefin Julia Timoschenko ein.

    Timoschenko hatte sich energisch für den Ausschluss dieser Firma aus dem Gasgeschäft zwischen Russland und der Ukraine eingesetzt. Dieser Ausschluss wurde dann in dem am 19. Januar unterzeichneten Vertrag zwischen Moskau und Kiew verankert. Mit dem Vertrag wurde die Wiederaufnahme der russischen Gaslieferungen in die Ukraine ermöglicht und der zwischenstaatliche Pipeline-Konflikt vorerst beigelegt.

    Timoschenkos Mitstreiter Michail Wolynez hatte in der vergangenen Woche behauptet, einige Politiker aus dem Umfeld von Präsident Viktor Juschtschenko seien von RosUkrEnergo-Miteigner Dmitri Firtasch abhängig. Etwa Präsidialamt-Chef Viktor Baloga werde von Firtasch „finanziert“.

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